E-Mail, da werden mir sicherlich viele Betroffene zustimmen, ist eine Plage. Ich persönlich habe bereits mehrmals E-Mail-Bankrott erklärt, und meine komplette überquellende Inbox ins Archiv verschoben. Eine Zeitlang konnte ich dann jeweils den erstrebenswerten Inbox Zero Zustand aufrechterhalten, aber über kurz oder lang gewann die Mailflut dann immer wieder Oberwasser. Derzeit stapeln sich 2148 ungelesene Mails in meiner Inbox.
Bei einem Großteil dieser Nachrichten lohnt es sich für mich nicht wirklich, hineinzusehen: Facebook Benachrichtigungen, Amazon Angebote, Newsletter von meinem Provider oder Linktauschangebote von unbekannten SEO-Agenturen bleiben meist ungeöffnet. Nachrichten von Bekannten dagegen lese ich immer. Vieles lässt sich mit Filtern erschlagen, aber bei intensiver Internet-Nutzung fällt es schwer, mit dem Erstellen von Filtern noch nachzukommen.
Die wichtigen Mails fische ich so gut wie immer aus der Flut heraus, unterschwellig bleibt aber die Sorge, man könnte etwas wichtiges verpassen. Als Lösungsansatz könnte sich jetzt Googles Priority Inbox erweisen, das laut TechCrunch noch heute gelauncht werden soll. Das System klassifiziert eingehende Mails anhand bestimmter Faktoren und unterteilt diese in Ungelesen und wichtig, Markierte Mails und Sonstiges.
Im Idealfall müsste man den Abschnitt Sonstiges dann gar nicht mehr beachten, denn wer hat schon Zeit für unwichtige Mails. Inwieweit man so einem automatisierten System trauen möchte, muss jeder selbst entscheiden. Googles Spamfilter funktioniert auf jeden Fall sehr gut, ich nehme an, dass bei der Priority Inbox ein ähnlicher Mechanismus zum Einsatz kommt.