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Kommt bald die Wave-Economy?

Noch läuft das Projekt Google Wave eher behäbig an. Nur ein sehr beschränkter Nutzerkreis hat überhaupt Zugang zu dem System – und von denen fragen sich viele, was ihnen diese neue Spielerei aus dem Hause Google denn nun eigentlich bringen soll. Doch wie es aussieht, hat Google noch eine Menge vor mit Wave: Es soll eine Art App-Store in Planung sein, ähnlich wie man es vom iPhone oder Android Handys kennt. Im Smartphonebereich konnte sich dieses Konzept ja sehr erfolgreich durchsetzen, aber ein App-Store für eine Web-Plattform ist in der Tat etwas neues.

Wie Adam Ostrow auf Mashable richtig anmerkt, dürfte es noch ein weiter Weg sein, bis Wave die nötige Reife hat, um ein ernstzunehmendes Wirtschaftssystem darzustellen. Andererseits ist durchaus abzusehen, dass die Möglichkeiten, die Wave potenziellen Entwicklern bietet, beispielsweise die von Twitter bei weitem übersteigen. Schaut man sich die Vielzahl an Twitter Tools an, die inzwischen realisiert wurden, so kann man sich vorstellen, dass es bald nur so von Wave-Bots und Gadgets wimmeln wird. Die Frage bleibt, wie das ganze Konzept von Wave bei den Usern aufgenommen wird. Hier eine breite Akzeptanz zu erreichen, dürfte für Google die größte Herausforderung auf dem Weg zur Wave-Economy sein.

Das Echtzeit-Web wird durchsuchbar

Die Giganten der Websuche liefern sich derzeit ein spannendes Kopf-an-Kopf rennen: Wem gelingt es am besten, das sogenannte Real-Time-Web mit seiner Suche zu erfassen? Nur Stunden, nachdem Microsoft mit der Meldung auftrumpfte, Bing würde nun auch Twitter durchsuchen, gab Googles Marissa Mayer bekannt, dass Google ebenfalls einen Deal mit Twitter abgeschlossen habe. Laut TechCrunch soll schon bald ein neues Google Produkt namens Social Search bald über die Google Labs verfügbar sein.

Was meine eigenen Tweets betrifft, so habe ich in den letzten Wochen festgestellt, dass diese zunehmend schneller in den Google Index wandern – teilweise in unter einer Stunde. Allerdings bin ich auf Twitter auch relativ gut vernetzt, bei Durchschnittsnutzern könnte dies erheblich länger dauern. Eine Twitter Suche auf Bing zu einem aktuellen Thema liefert tatsächlich Tweets, die erst wenige Minuten alt sind. Solange Googles Produkt also nur auf dem Reißbrett exisitiert, hat Bing hier erst mal die Nase vorn. Eine Entscheidung über den König der Echtzeitsuche wird sich aber erst abzeichnen, wenn man die Gesamtpakete der Kontrahenden vergleichen kann. So soll Googles Social Search eine Suche im kompletten Netzwerk des Nutzers über verschiedenste Dienste hinweg ermöglichen. Microsoft hat hingegen bekanntgegeben, neben Twitter einen Vertrag mit Facebook abgeschlossen zu haben – auch hier wird also wohl noch mehr kommen, als nur eine Twitter Suche. Auf jeden Fall ist zu begrüßen, dass beide Firmen rechtzeitig erkannt haben, dass sie das Echzeit-Web nicht ignorieren dürfen, wenn sie als Suchmaschine auch in Zukunft noch relevant sein wollen.

Location-Based Gaming: Foursquare und Gowalla

foursquareFoursquare ist in den USA derzeit einer der angesagtesten Location-Based Services. Dabei handelt es sich zunächst mal um einen Dienst, der ähnlich wie Brightkite oder Google Latitude arbeitet: Nutzer können mit ihrem GPS-Handy an ihrem aktuellen Standpunkt einchecken und damit ihren Kontakten mitteilen, wo sie sich aufhalten. Für Nerds ist so etwas zweifellos eine interessante Anwendung, der Mehrwert eines solchen Dienstes ist der breiten Masse der Smartphone Besitzer aber erfahrungsgemäß nur schwer zu vermitteln. Um dieses Massenpotenzial zu erschließen setzt Foursquare auf eine spielerische Komponente: Für das Einchecken an einem Ort werden Punkte vergeben. Mit diesen Punkten lassen sich Abzeichen, sogenannte Badges verdienen. Wer an einer bestimmten Location innerhalb einer Woche am häufigsten eincheckt, erhält den Titel des Mayors für diesen Ort. Das klingt zunächst unspektakulär, scheint aber für viele einen gewaltigen Suchtfaktor mit sich zu bringen. In den USA ist Foursquare mittlerweile derart angesagt, dass manche Wirte ihrem Foursquare Mayor bereits freie Getränke spendieren.
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Der Run auf die Single-Letter Domains

Domains mit der Toplevel-Endung .de müssen mindestens drei Zeichen lang sein – das ist eine Einschränkung, die besteht, so lange ich zurück denken kann. Nur drei deutschen Unternehmen ist es gelungen, eine Zweibuchstaben-Domain zu registrieren, bevor die DENIC dies Aufgrund von Problemen in der Bind-Nameserver Software untersagte: Die Deutsche Bahn mit db.de, der Heise-Verlag mit ix.de sowie die HQ Lern- und Informationssysteme AG als Eigentümer der hq.de. Selbst Internet-Veteran Hewlett-Packard gelang es nicht, sich hp.de an Land zu ziehen, und so fristet der deutsche Zweig des Unternehmens, das einen ganzen Class-A IP-Block sein Eigen nennt, ein Exil-Dasein unter der hp.com Domain.
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Kurzurl-Sterben: Cli.gs streicht die Segel

cli.gsWie ich kürzlich schrieb ist der Markt für Kurzurl-Dienste alles andere als übersichtlich. Während es so aussieht, als gäbe es für tr.im einen Rettungsplan als Nonprofit Open Source Projekt, hat mit Cli.gs nun ein weiterer Anbieter den baldigen Rückzug angekündigt.
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Google Wave – mein erster Eindruck

Google WaveSeit Montag bin ich also auch stolzer Besitzer eines Google Wave Accounts und konnte inzwischen erste Erfahrungen mit dem bisher meistgehypten Onlineprojekt dieses Jahres sammeln. Wave zu beschreiben, ist tatsächlich nicht so einfach, denn die Macher haben hier wirklich ein neues Kommunikationswerkzeug geschaffen. Es ist kein Mail, kein Chat, kein Messenger und auch kein Wiki, hat aber von all dem einzelne Elemente.
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Topsy – Suchmaschine mit twittergetriebenem Ranking

TopsySuchmaschinen, die Twitter mehr oder weniger erfolgreich nach Inhalten durchsuchen, gibt es inzwischen einige: Neben dem inzwischen von Twitter gekauften Summize versuchen sich auch Projekte wie Twazzup oder Twitority daran, das Echtzeit-Web durchsuchbar zu machen.

Die meisten dieser Suchdienste fischen dabei zu den eingegebenen Keywords passende Tweets aus ihrem Index. Eher zufällig bin ich nun über Topsy gestolpert, das bereits im Mai diesen Jahres gestartet ist und einen etwas anderen Ansatz verfolgt: Diese Suchmaschine konzentriert sich auf das Auffinden interessanter Webseiten, die in Tweets verlinkt wurden. Als Rankingkriterium zählt hierbei anscheinend vor allem, wie oft ein Link zu einer bestimmten Seite getwittert wurde:
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Monopoly City Streets – Monopoly spielen auf Google Maps

Spielehersteller Hasbro hat mit Monopoly City Streets eine interessante Spielidee umgesetzt: Man kann dort Monopoly auf der Weltkarte von Google Maps spielen. Jeder Spieler beginnt mit einem Startvermögen von drei Millionen Monopoly Dollar und darf sich davon Straßen auf der realen Weltkarte kaufen. Auf diesen Straßen lassen sich, wie vom Brettspiel bekannt, Gebäude errichten, um die Mieteinnahmen zu maximieren. Andere Spieler können mit sogenannten Hazards sabotiert werden – so lässt sich der Wert einer gegnerischen Straße beispielsweise drücken, indem in der Nähe eine Mülldeponie errichtet wird.

Leider hat Hasbro das Interesse am Spiel zum gestrigen Start wohl völlig unterschätzt. Die Server waren völlig überlastet, es war quasi unmöglich, das Spiel zu betreten. Fast 20 Stunden später kommt man zwar mit etwas Glück ins Spiel, es läuft aber immer noch alles unglaublich zäh. Der Kauf meiner Heimatstraße hat mich gut zehn Minuten gekostet – so kommt kein Spielspaß auf. Bleibt zu hoffen, dass der Betreiber diese Probleme bald in den Griff bekommt, bevor keiner mehr Lust auf das Spiel hat.

Ein ganz interessantes Detail ist die Tatsache, dass bereits im Jahr 2005 jemand auf die Idee gekommen ist, das Brettspiel Risiko auf Google Maps umzusetzen. Monopoly Publisher Hasbro, die auch die Rechte an Risiko besitzen, fand das seinerzeit nicht so toll, und ging mit rechtlichen Mitteln gegen das Spiel vor – für mich damals unverständlich, weil man meinen sollte, das ein solches Projekt auch eine tolle Werbung für das Brettspiel ist. Ob man bereits damals geplant hatte, mit einem eigenen Google Maps Game an den Start zu gehen?

SPEAR: Ein Algorithmus, um Experten zu finden

Suchmaschinen wie Google nutzen den HITS Algorithmus, um Hubs und Autoritäten in einer Menge von Websites ausfindig zu machen. Dass solche Algorithmen nicht nur für die Suche nach Dokumenten, sondern auch nach interessanten Personen nützlich sein können, zeigt nun eine Veröffentlichung zweier Wissenschaftler.

Bei dem Experiment ging es darum, auf Delicious Nutzer ausfindig zu machen, die hochwertige Bookmarks zu einem gegebenen Thema verbreiten. Dabei sollten insbesondere Spammer ausgeschlossen werden. Der Algorithmus bewertet Nutzer anhand der Qualität der Dokumente, die sie bookmarken. Wer viele gute Bookmarks liefert, wird als Experte klassifiziert. Das gilt umso mehr, je früher jemand ein solches Dokument einstellt. Gleichzeitig werden neue, gute Links daran identifiziert, dass sie von mehreren bereits bekannten Experten gebookmarkt werden.

Nach einer Analyse von 500.000 Nutzern und 2.000.000 Lesezeichen mit dem SPEAR genannten Algorithmus konnte das System eine Menge vertrauenswürdiger Nutzer liefern. Unter den Top 200 fand sich kein Spammer. Dieses Vorgehen zeigt auf interessante Weise, wie sich Suchmaschinenalgorithmen auf andere Probleme übertragen lassen. Es ist gut möglich, dass das SPEARS System einzug in zukünftige Empfehlungssysteme wie zum Beispiel für relevante Twitter Freunde oder FriendFeed Nutzer halten wird.

[via ReadWriteWeb]

Kurzurl-Dienste: Ein fragmentiertes Schlachtfeld

Durch einen Kommentar bei TechCrunch bin ich auf eine Übersicht von mehr als 200 Kurzurl-Diensten gestossen.

Neben der sehr ausführlichen Liste findet man dort auch Informationen darüber, wie viel Tweets täglich die einzelnen Dienste Nutzen. Platzhirsch bit.ly dominiert dabei mit Abstand das Feld mit 1.710.720 Tweets pro Tag und hat damit eine höhere Reichweite, als der Rest der Top 20 zusammen. Der Zweitplatzierte Tinyurl.com, ein Vorreiter auf dem Gebiet der URL Verkürzer, kommt gerade noch auf 237.600 Tweets pro Tag. Bereits bei Platz 29 ist die Anzahl der täglich getweeteten URLs nur noch dreistellig.

Auch wenn die Liste mit 214 Einträgen schon sehr lang erscheint, gibt es vermutlich noch dutzende Dienste, die gar nicht in der Liste auftauchen. Ich selbst hatte mit Redirectr.com ja mal einen solchen Service an den Start gebracht, der aber nie eine ernstzunehmende Akzeptanz erreichen konnte. Auch Redir.ec von Thomas Promny, das sich unter deutschen SEO einer gewissen Beliebtheit erfreut, hat es nicht in die Liste geschafft.

Bei einem derart fragmentierten und zudem von einigen wenigen Playern klar dominierten Markt dürfte es sehr schwer sein, noch ein weiteres Angebot zu etablieren – ausser, man kommt mit einem Killerfeature daher, das vorher keinem anderen eingefallen ist. Das von TechCrunch jetzt vorgestellte Br.st scheint zu meinen, mit einem Malware-Filter eine solche USP gefunden zu haben. Ich habe da Zweifel, dass das ein ausreichendes Differenzierungsmerkmal ist.

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