Mal wieder: Wann ist ein Link strafbar?
Der Musikindustrie wäre es sicher am liebsten, das Internet gäbe es überhaupt nicht, also versucht man es kaputtzumachen. Im aktuellen Beispiel gehen acht Plattenfirmen gegen den Betreiber einer Website vor, in deren Forum im Jahre 2002 mal ein Nutzer einen Link veröffentlicht hatte, der wiederum zu einer Website mit Links zu illegalen Angeboten führt. Selbstverständlich fand sich schnell eine Anwaltskanzlei, die geldgeil genug war, dem Betreiber Abmahnungen mit einer Gebühr in Höhe von 3.980,- Euro zukommen zu lassen. Da der Betreiber der Website den drohenden Rechtsstreit nicht finanzieren konnte, hat er inzwischen eine Unterlassungserklärung abgegeben. Auf den Abmahnkosten wird er wohl dennoch sitzen bleiben.
Dieser abstruse Fall stellt einmal mehr die Rechtmässigkeit des WWW in Deutschland in Frage. Denn wenn man für einen Link zu einer Website belangt werden kann, welche ihrerseits Links zu illegalen Angeboten enthält, so setzt sich faktisch jeder Websitebetreiber mit ausgehenden Links der Gefahr aus, verklagt zu werden. Desweiteren halte ich es für sehr fraglich, ob dem Betreiber eines Internetforums zugemutet werden kann, jeden Beitrag auf eventuell enthaltene problematische Links zu überprüfen.






Oktober 29th, 2004 at 22:56
Verlagert deutsche Websites doch einfach zu uns in die Schweiz
Oktober 29th, 2004 at 23:42
Ist doch echt zum kotz…, zum Thema Haftung der admins und Moderatoren hatt ich schonmal vor einiger Zeit eine Frage an Dr. Martin Bahr gestellt: http://www.100partnerprogra…
Oktober 30th, 2004 at 8:45
Na das liest sich ja ganz positiv, was der Dr. Bahr da schreibt. Übel nur, dass das Risiko eines Verfahrens gegen die Musikmafia bei einem Streitwert von 75.000 Euro für einen Privatmann schwer zu tragen ist.