Vom guten Schreiben 4


Hemingway2012 war, das muss ich zugeben, ein wenig rühmliches Jahr für das Webmaster Blog. Ganze sieben Posts flossen in diesem Jahr aus meiner Tastatur. Ein Pensum, dass ich früher mühelos in einer Woche erreichte.

Ich will mich auch gar nicht in Entschuldigungen und Ausflüchten verstricken. Aber nachdem Gerald nun schon seine Blogoffensive gestartet hat, sollte ich hier vielleicht auch wieder mehr in die Tasten hauen.

Der dieswöchige Webmaster Friday bietet mit dem Thema »Was ist gutes Schreiben« einen passenden Aufhänger dafür. Das Schreiben ist schließlich das zentrale Element des Bloggerhandwerks.

Ich habe mich beim Bloggen seit jeher um einen möglichst guten Schreibstil bemüht. Auch wenn ich einem gelernten Journalisten dabei wohl nicht das Wasser reichen kann, so habe ich doch im Laufe der Zeit einiges an Erfahrung gesammelt. Im Folgenden einige Punkte, auf die ich beim Bloggen achte:

Rechtschreibung und Grammatik

Dieser Punkt sollte eigentlich auf der Hand liegen. Insgesamt habe ich hier wenig Probleme, nur bei der Groß-/Kleinschreibung unterlaufen mir gelegentlich Flüchtigkeitsfehler. Der korrekte Einsatz von Satzzeichen gehört für mich ebenfalls dazu.

Ich halte übrigens auch im E-Mail Verkehr eine angemessene Rechtschreibung für erstrebenswert. Es mag altmodisch erscheinen, aber für mich ist es ein Zeichen der Wertschätzung für den Kommunikationspartner, einen Text vor dem Abschicken noch einmal gegenzulesen.

Auf den Punkt gebracht

Gutes Design besticht oft durch schlichte Eleganz. Das gilt meiner Meinung nach ebenso für gutes Schreiben: Aussagen sollten knapp und präzise auf den Punkt gebracht werden. Twitter beweist immer wieder, wie viel Information, Tiefgründigkeit oder Witz ein guter Schreiber in 140 Zeichen transportieren kann.

Komplizierte Satzverschachtelungen sind hässlich und meistens unnötig. In der Regel wird ein Text erheblich leserlicher, wenn verschachtelte Wortkonstrukte in kürzere Einzelsätze zerlegt werden.

Absätze

Die großzügige Verwendung von Absätzen lockert den Text auf und macht diesen auf Anhieb ansprechender. Das habe ich selbst erst im Laufe der Zeit erkannt. Wenn ich mir heute einige meiner älteren Blogposts ansehe, bin ich mitunter erschrocken, welche Bandwurmtexte ich da produziert habe.

Typographie

Fonts, Schriftgrößen, Zeilenabstände, Überschriften, Kerning,… Der gekonnte Einsatz solcher gestalterischen Elemente ist eine Kunst für sich. Die Typographie gehört zwar nicht zum eigentlichen Schreibhandwerk, ist aber so wichtig für die Wahrnehmung eines Textes, dass ich sie hier nicht unerwähnt lassen möchte.

Hier sehe ich für mich persönlich auch noch den größten Nachholbedarf. Sicher, ich kann ein Blogdesign so entwerfen, dass man den Text gut lesen kann. Wenn ich mir aber Typographie-Blogs wie praegnanz.de ansehe, dann merke ich: Da ist noch viel Luft nach oben.


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