Warum ich auf Facebook nichts mehr vom Stern teilen werde 6


Heute Mittag habe ich einen durchaus interessanten Artikel auf Stern.de gelesen: Es ging um den Kalorien- und Zuckergehalt im Trendgetränk Bubble Tea, das neuerdings auch bei McDonalds erhältlich ist.

Da der Artikel lesenswert ist, habe ich das getan, was man heutzutage nunmal mit interessanten Inhalten macht: Ich habe ihn auf Facebook mit meinen Freunden geteilt.

Gerade wollte ich den Artikel dann selbst noch mal lesen, und dachte: Kein Problem, klickst Du das Ding eben in Deinem Stream an. Und was passierte? Ich fand mich plötzlich auf einer Facebook Seite wieder, die mir die Installation des stern.de Social Reader – beta nahelegt.


Wie lästig, dachte ich mir, klickte Cancel, in der Erwartung, so auf den Artikel zu kommen. Denn wer möchte sich schon eine Facebook-App installieren, nur um einen von einem Freund geteilten Artikel zu lesen? Doch die nächste Überraschung folgt auf dem Fuß: Statt zu dem Artikel leitete die App mich auf die Facebook Startseite zurück. Scheinbar gibt es keinen Weg, über meinen Post an den Artikel zu kommen, ohne sich diesen Reader zu installieren.

Wer auch immer beim Stern diese App konzipiert hat, ein Geniestreich war das wohl nicht. Wer will sich schon von jedem Verlag, der mal einen guten Artikel veröffentlicht hat, eine App installieren? Zumal man solchen Apps auch noch völlig intransparente Rechte einräumen muss: This app may post on your behalf, including articles you read and more..

Liebe Freunde, es tut mir leid, ich habe den Link wieder gelöscht und werde Euch in Zukunft nicht mehr mit Artikeln aus dem Stern belästigen. Das Schöne am Internet ist doch, dass es immer Alternativen gibt.


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6 Gedanken zu “Warum ich auf Facebook nichts mehr vom Stern teilen werde

  • Florian

    Kann ich sehr gut nachvollziehen! Mich ärgert es auch immer wenn ich auf einen geteilten Artikel klicke und dann mal eine App installieren soll. Einfach nervig!

  • tobe

    ich fürchte wir werden in zukunft noch mehr von diesem cloak-marketing erfahren, wie ich es nenne… eine zwangsläufige konsequenz des social networking hypes…

  • Kati

    Hey,….

    ich denke auch, dass es immer mehr zur Masche wird, gute Inhalte so zu Verfügung zustellen, dass User oder Leser dazu gezwungen werden, sich etwas zu installieren oder irgendwie zu binden. Dass das natürlich nicht im Sinne des Erfinders sein kann, ist ja klar, aber die Tendenz scheint dahin zu gehen… Schade eigentlich, denn guter Content muss frei verfügbar sein, ohne sich zu unterwerfen…

    Gruß

  • Max

    @Kati: Ich denke das hat auch damit zu tun, daß die jungen Facebookler einfach auf alles klicken was sie finden können. Da hat sich eine Generation ziemlich unbedarfter Medianutzer gebildet. Dementsprechend mehr wird das dann in nächster Zeit ausgenutzt werden.
    Gruß, Max