Facebook kauft Instagram


Instagram habe ich bisher als einfaches Tool gesehen, um Handybilder über Twitter zu publizieren, und ansonsten weitgehend ignoriert. Dem Buzz nach zu Urteilen, den die Übername durch Facebook allerdings hervorruft, wird es Zeit, sich näher mit Instagram zu beschäftigen: Selbst die Tagesschau hält es für angebracht, über den Milliardendeal zu berichten.

Seit der Übername von Flickr durch Yahoo im Jahr 2005 hat es im Bereich des Bilderhostings aus meiner Sicht wenig spannende Veränderungen gegeben. Wesentliche Neuerungen gab es bei Flickr durch die Unbeweglichkeit Yahoos schon lange nicht mehr, und Facebook entwickelte sich unauffällig zum größten Bilderhoster des Webs.

Auch Googles Picasa blieb unauffällig, die Portale 500px und ipernity konnten sich ihre eigenen Nischen im Schatten der Giganten aufbauen.

Die Innovation ist auf dem Handy

Echte Innovation im Bereich Image-Sharing fand in den letzten Jahren eher im mobilen Bereich als im Web statt: Twitpic, Hipstamatic und Instagram gelang es, diesen Markt zu vereinnahmen. Erst Pinterest hat der Webszene nun wieder in Erinnerung gerufen, wie mächtig Bildercontent noch immer ist. Möglicherweise war es gerade dieser Hype, der das Zuckerberg-Network dazu bewegt hat, die stolze Summe für das kleine Startup hinzulegen, das seit kurzem auch die Android Welt rockt.

Wie es um die Zukunft von Instagram als eigenständigem Netzwerk bestellt ist, wird sich zeigen. Facebook möchte wohl vor allem die Filterfunktionen in die eigene Plattform integrieren. Die offizielle Aussage ist, man wolle Instagram parallel weiterbetreiben. Doch schon bei FriendFeed hat man gesehen, wie tödlich es für eine florierende Plattform sein kann, wenn die eigentlichen Entwicklungsressourcen für andere Projekte des neuen Besitzers abgezogen werden.

Klar ist für mich: Bilder sind das Thema der Saison. Ich bin jedenfalls gespannt, was konkret Facebook mit Instagram vorhat, das ihnen eine Milliarde Dollar wert ist. Das Thema Pinterest ist sicherlich ebenfalls noch nicht ausgeschöpft und auch Google ist immer für eine Überraschung gut.

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