Empire Avenue – Die Social Media Börse
Das Börsenspiel Empire Avenue gibt es nun schon eine ganze Weile. Als ich im Juni 2010 erstmals davon hörte, faszinierte mich die Idee eines Börsenspiels, bei dem die Mitspieler selbst als Aktiengesellschaften agieren, deren Marktwert unmittelbar mit ihrer Social Media Präsenz gekoppelt ist. Das Spiel war Anfangs jedoch wenig erfolreich und wurde hierzulande kaum wahrgenommen. Inzwischen scheint das Interesse an Empire Avenue jedoch wieder stark an Fahrt aufgenommen zu haben, weshalb es mal an der Zeit ist, hier einen Blogpost dazu zu verfassen.

Das vorrangige Spielziel bei Empire Avenue ist, wie bei den meisten Börsenspielen, die Maximierung des eigenen Kapitals, der Net Wealth. Dieses wird in einer fiktiven Währung namens Eaves gemessen. Ferner hat jeder Spieler einen eigenen Börsenkurs, den man selbstverständlich auch in die Höhe treiben möchte.
Das Kapital lässt sich am besten durch sinnvolle Investitionen in andere Spieler steigern. Insbesondere ein Investment in gerade frisch eingestiegene Spieler kann sich hier rentieren. Handelt es sich dabei um aktive und gut vernetzte Social Media Nutzer, kann der Kurs sich innerhalb eines Tages leicht mal verdoppeln.

Um die Motivation der Spieler weiter zu fördern, gibt es neben Kapital und Börsenwert auch noch Abzeichen, die für gewisse Erfolge (Achievements) verliehen werden. Dass ein derartiges Belohnungssystem wirkt hat Foursquare eindrucksvoll bewiesen.

Reizvoll an Empire Avenue ist, dass man Anhand des Börsenwertes tatsächlich Rückschlüsse auf die Vernetzung und Aktivität eines Spielers ziehen kann. Insofern wäre es denkbar, dass der Eaves-Wert eines Tages ähnlich wie heutzutage der Klout-Score als Metrik für die Social Media Relevanz einer Person angesehen wird. Leider haben sich die Betreiber der Plattform dafür entschieden, die virtuelle Währung zum Kauf für reale Dollars anzubieten. Wenngleich sich diese Art der Monetarisierung für viele Online-Games bewährt hat, führt sie im Fall von Empire Avenue zu einer Verzerrung der Kennzahlen zahlender Spieler.
Ein gewisses Suchtpotenzial muss man Empire Avenue auf jeden Fall zugestehen. Möglicherweise eignet sich das Spiel auch in gewissem Maße als Promotionwerkzeug, um die eigenen Accounts und Feeds bekannt zu machen. So erscheinen die Tweets und Blogpost eines Spielers, an dem ich Anteile erworben habe, auch in meinem Empire Avenue Dashboard. Erfolgreiche Spieler haben somit einen weiteren Kanal, ihre Tweets, Blogposts oder Facebook Neuigkeiten zu verbreiten.
Abschließend wie gewohnt noch der Link zu meinem eigenen Empire Avenue Profil. Falls Ihr dort bereits mitspielt oder Euch aufgrund dieses Artikels anmeldet, würde ich mich über ein Investment freuen.






Mai 9th, 2011 at 10:38
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Mai 9th, 2011 at 14:46
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Mai 10th, 2011 at 10:39
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Mai 11th, 2011 at 8:50
gab es sowas ähnliches nicht schonmal. blogshares oder sowas? aber das ging eher auf exogene faktoren wie link popularity, was sich nur indirekt beeinflussen lässt… mein ich
Mai 15th, 2011 at 18:18
[...] Spiel des kanadischen Start-ups Empire Avenue ist eigentlich schon vom letzten Jahr, konnte sich aber bisher nicht so recht durchetzen, schaut man sich allerdings die aktuelle [...]
Mai 15th, 2011 at 19:36
@tobe: Blogshares, ja, kann ich mich ganz dunkel dran erinnern. Die zugrunde liegende Idee war ähnlich, mir scheint Empire Avenue aber deutlich konsequenter durchgeführt. Vielleicht auch durch die inzwischen recht lebendige Social Media Landschaft in dieser Form überhaupt erst möglich.