Adsense in Weblogs
Wenige Themen bewegen die deutsche Weblogszene derart, wie das Schalten von Werbung im Blog. Insbesondere Googles Adsense-Werbung, die sich vom Konzept her für Weblogs geradezu aufdrängt – handelt es sich doch hier meistens um sehr contentreiche Seiten, auf denen die Adsense-Textanalyse sich richtig austoben kann.
Im M-E-X Blog ist dazu gerade wieder eine heisse Diskussion im Gange. Ich für meinen Teil sehe derzeit keinen Grund im Webmaster Blog solche Werbung zu schalten. Der Traffic ist nicht annähernd ausreichend, dass es sich lohnen würde, wertvollen Screenspace für Werbung zu opfern. Ein ethisches Problem mit Werbung in Blogs habe ich für meinen Teil allerdings nicht. Hätte ich die nötigen Besucherströme, gäbe es vermutlich auch hier den ein oder anderen Adsense-Frame. Ich halte diese Art der Werbung dem Besucher gegenüber für unaufdringlich genug, und, sofern das Konzept der kontextsensitiven Werbung richtig funktioniert, kann man es gar als Mehrwert sehen. Schliesslich sollten zumindest in der Theorie für den Leser interessante Angebote erscheinen, und letztendlich wird niemand dazu gezwungen, auf einen Link zu klicken.
Das gerne verwendete Argument, der Blogger würde sich damit in eine Abhängigkeit gegenüber dem Werbetreibenden begeben, möchte ich auch nicht gelten lassen. Letztendlich weiss ich als Adsense nutzender Webmaster ja gar nicht, welche Werbung letzten Endes beim Besucher X zum Zeitpunkt Y erscheint. Aus dieser Unwissenheit, die tatsächlich ein gewisses Vertrauen gegenüber dem Vermittler (Google) bezüglich der geschalteten Werbung vorraussetzt, ergibt sich zwangsläufig, dass ich vom Werbetreibenden völlig unabhängig bloggen kann. Gegenüber dem Vermittler entsteht zugegebenermassen eine gewisse Abhängigkeit. Meines Wissens untersagt Google allerdings lediglich, Details über Abrechnungs- und Statistikdaten des Adsense-Programms preiszugeben. Eine mitunter kritische Berichterstattung über Google würde ich mir dadurch nicht nehmen lassen.





