Gmail Priority Inbox – Das Ende des E-Mail Horrors? 2


inbox-smallE-Mail, da werden mir sicherlich viele Betroffene zustimmen, ist eine Plage. Ich persönlich habe bereits mehrmals E-Mail-Bankrott erklärt, und meine komplette überquellende Inbox ins Archiv verschoben. Eine Zeitlang konnte ich dann jeweils den erstrebenswerten Inbox Zero Zustand aufrechterhalten, aber über kurz oder lang gewann die Mailflut dann immer wieder Oberwasser. Derzeit stapeln sich 2148 ungelesene Mails in meiner Inbox.

Bei einem Großteil dieser Nachrichten lohnt es sich für mich nicht wirklich, hineinzusehen: Facebook Benachrichtigungen, Amazon Angebote, Newsletter von meinem Provider oder Linktauschangebote von unbekannten SEO-Agenturen bleiben meist ungeöffnet. Nachrichten von Bekannten dagegen lese ich immer. Vieles lässt sich mit Filtern erschlagen, aber bei intensiver Internet-Nutzung fällt es schwer, mit dem Erstellen von Filtern noch nachzukommen.

Die wichtigen Mails fische ich so gut wie immer aus der Flut heraus, unterschwellig bleibt aber die Sorge, man könnte etwas wichtiges verpassen. Als Lösungsansatz könnte sich jetzt Googles Priority Inbox erweisen, das laut TechCrunch noch heute gelauncht werden soll. Das System klassifiziert eingehende Mails anhand bestimmter Faktoren und unterteilt diese in Ungelesen und wichtig, Markierte Mails und Sonstiges.

Im Idealfall müsste man den Abschnitt Sonstiges dann gar nicht mehr beachten, denn wer hat schon Zeit für unwichtige Mails. Inwieweit man so einem automatisierten System trauen möchte, muss jeder selbst entscheiden. Googles Spamfilter funktioniert auf jeden Fall sehr gut, ich nehme an, dass bei der Priority Inbox ein ähnlicher Mechanismus zum Einsatz kommt.


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2 Gedanken zu “Gmail Priority Inbox – Das Ende des E-Mail Horrors?

  • Daniel

    Klingt auf jeden Fall ganz spannend. Ich kann mir gut vorstellen, dass das System von Google auch automatisch dazu lernen wird, sprich: Wenn du immer wieder die Mails eines Kontaktes öffnest und in deiner Inbox z.B. 100 ungelesene Twitter Benachrichtigungen liegen sollte jeder Algo schnell erraten können welche dieser Mails wichtig sind und welche nicht.

    Wenn das nur halb so gut funktioniert wie der Spamfilter, könnte das eine echte Erleichterung sein.

  • jan

    wau….ich nutze schon ewig googlemail und hatte noch nie ein problem..zudem finde ich priority erstmal störend…weil teilweisend sachen, die priorität für mich haben in der nächsten schon wieder keine hat…man muss die filter nur allgemein genug gestalten und schon hast du ruhe…ich hab am tag nur die wichtigen mails in meiner inbox..den rest lösch ich sowieso und das tu ich inzwischen seit 6000 mails so…
    natürlich sind lernende filter eine ungemeine erleichterung aber das hat auch nachteile…spamfilter stuft manchen mails, die ich als nicht-spam einstufen würde und für mich wichtig sind, als spam ein, weil sie andere als spam einstufen…das ist sehr beunruhigend, wenn durch eine „cloud“ ich beeinflusst werden kann. vorallem weil anscheinend der stärkere gewinnt

    zudem ist das mit „mail“-tot so eine einstufung…mails sind immer noch wichtig und werden auch gebraucht. im fraunhofer beispielsweise gibt es einen lokalen mailserver und wichtige meldungen werden direkt gemailt…halt lokal…überlokal ist das problem mit spam…aber das wirst du in jeder form der kommunikation haben. ich denke eine bessere alternative gibt es nicht.
    mail hat den vorteil, dass es nicht beschränkt ist…d.h. der mailanbieter ist egal, andere formen der kommunikation, ausser jabber, ist auf einen anbieter beschränkt und damit wirst du niemals diese massen erreichen

    naja zumindest meine meinung 😉 wenn man anständig filtert…dann hat man diese priority inbox schon lange