Krieg der Knöpfe – wie viel Buttons verträgt ein Blog
Kaum ein Blog, fast keine Nachrichtensite, scheint mehr ohne sie auszukommen: Buttons, mit denen die Leser die Inhalte einer Site möglichst einfach über die verschiedensten Social-Media-Kanäle weiterverbreiten können. Der Like-Button von Facebook, verschiedenste Retweet-Widgets, Social-Bookmark-Icons oder ein Buzz Button von Google. Auf englischsprachigen Sites ist der Digg-Button sehr beliebt, und auch ich hatte mit dem Yigg-It Button hier lange Zeit das deutschsprachige Pendant. Hätte SEOigg einen Button, hätte ich diesen vermutlich ebenfalls eingebunden, da es hier ja des öfteren um SEO und SMO Themen geht.
Die Platzierung der Buttons im Webmaster Blog habe ich mir bei Mashable abgeguckt. In der Detailansicht eines Eintrages bewegt sich eine Box beim Scrollen der Seite mit nach unten, so dass diese ständig im Blickfeld des Benutzers bleibt. Mit Ausnahme des Like-Buttons von Facebook, der dort optisch nicht reinpasst, habe ich alle von mir verwendeten Social-Media-Widgets in dieser Box untergebracht. Das mag dem einen oder anderen Besucher aufdringlich erscheinen, aber ich habe mit dieser Art der Weiterverbreitung gute Erfahrungen gemacht. Im Gegensatz zu manchem Werbebanner auf klassischen Nachrichtensites wird der Leser hier immerhin nicht mit ständigem Blinken zu epileptischen Anfällen verleitet.
Seit kurzem buhlt auf vielen Blogs noch ein weiteres Element um die Aufmerksamkeit des klickfreudigen Lesers: Der Flattr-Button, der dem Webmaster ein kleines Trinkgeld bescheren soll. In der Theorie sehr sinnvoll, berichten doch einige Blogger bereits über durchaus nennenswerte Einnahmen mit Flattr. Praktisch sehe ich das allerdings so, dass der Flattr-Button mit den anderen Widgets konkurriert. Und die bringen mitunter beachtlichen Traffic auf dieses Blog.
Ich glaube, dass ein typischer Leser maximal einen der bereitgestellten Buttons klicken wird. Da muss ich mich fragen, ob mir ein Retweet oder ein Like auf Facebook nicht lieber sind, als 12 Cent, die mir der Klick des Flattr Buttons einbringen würde. Wie wohl die meisten Blogger bin ich stets um eine hohe Verbreitung meiner Posts bemüht, und so ziehe ich den Retweet vor. Und daher fristet mein Flattr-Button, so verlockend das System auch ist, bis auf weiteres ein Nischendasein in der Sidebar, direkt unter dem Kachingle-Widget.






Juni 6th, 2010 at 18:34
Gute Überlegungen eigentlich, die Anzahl der Buttons stark zu beschränken. Dann frage ich mich aber warum du rechts zwei riesige Buttons hast für Kachingle und den RSS Feed. Wenn du dafür Platz hast, warum dann nicht auch für Flattr?
Deine Box ist übrigens nicht sichtbar bei einer Breite von 1000 Pixeln, vielleicht kann man daran noch etwas ändern? Ich jedenfalls war erst mal verwirrt als du von der Box schriebst, ich aber keine sah.
Juni 6th, 2010 at 18:57
@Michael: Danke, zwei gute Punkte
. Eigentlich sollte dort rechts unter Kachingle, wie beschrieben, auch ein Flattr Button für die Haupturl des Blogs stehen. Scheinbar weigert sich Flattr, diesen in der Einzelansicht eines Artikels anzuzeigen. Muss ich nochmal ran, aber Kachingle macht diesbezüglich keine Probleme.
Was die Box angeht, so fällt es mir schwer, die Contentspalte noch schmaler zu machen. Etwa 70 Prozent der Besucher hier kommen mit einer Bildschirmauflösung von über 1.200 Pixeln Breite. Klar, sicher fahren nicht alle den Vollbildmodus, aber ich gehe davon aus, dass ein Großteil der Poweruser, auf die die Buttons ja abzielen, diese auch sehen kann.
Habe noch mal beim Vorbild Mashable nachgesehen, die schieben die Buttons horizontal unter die Überschrift, wenn die Auflösung in der Breite nicht ausreicht. Clever gemacht, sollte ich wohl mitziehen.
Juni 7th, 2010 at 2:20
Je nachdem was man mit dem Blog erreichen möchte sollte man auch die Buttons genau auswählen.
Wenn man sich viele Leser wünscht, dann sind retweets und der likebutton optimal. So kann man viele Leser anlocken und eventuell über Bannerwerbung oder Adsense Umsätze generieren.
Wenn man aber recht unbekannt ist und eher ein kleines Zielpublikum mit spezifischen Inhalten anspricht, dann kann ein Flattrbutton durchaus sinnvoll sein, um einen netten Nebenverdienst zu generieren.
Man sollte sich nur vorher überlegen, wer man ist und was man will. Daraus läst sich dann auch ableiten welche Buttons eingebaut werden sollen.