Privatsphäre: Facebook bessert nach
Selten hat eine Web-Firma so viel Kritik einstecken müssen, wie Facebook in letzter Zeit wegen ihrer mangelhaften und unverständlichen Handhabung privater Nutzerdaten. Auch der Gründer Mark Zuckerberg hatte kürzlich eingeräumt, dass an diesem Punkt Fehler begangen wurden. Nun will man den Worten Taten folgen lassen, und hat die Einstellungen zur Privatsphäre auf Facebook gründlich überarbeitet.
Die neuen Einstellungen zur Privatsphäre sollen die Verwaltung aller Zugriffsrechte für Freunde und fremde Facebook Nutzer an einer zentralen Stelle ermöglichen. Einstellungen, die dort vorgenommen werden, sollen sowohl auf alle in der Vergangenheit veröffentlichten Inhalte, als auch auf zukünftige Daten angewandt werden. Letzteres, so versichert Zuckerberg, soll auch dann gelten, wenn Facebook in Zukunft neue Funktionen integriert. Das ist sicher nicht einfach zu implementieren, aber ungeheuer wichtig für das Vertrauen der User in die Einstellungen.
Das neue Interface für die Privatsphären-Einstellungen soll im Laufe des heutigen Tages ausgerollt werden. Einem Screenshot nach zu urteilen, ist es in der Tat recht übersichtlich und sinnvoll zu bedienen:

Die Einstellungen in der neuen Verwaltung werden zunächst von den aktuellen Profileinstellungen des Nutzers übernommen. Es gibt jedoch auch einen Satz empfohlener Einstellungen, an dem der Nutzer sich bei der Konfiguration seiner Privatsphäre orientieren kann. Die Pflichtinformationen, die man bekannt geben muss, um Facebook nutzen zu können, wurden auf ein Minimum reduziert. Weiterhin soll es einfache Möglichkeiten geben, die viel kritisierte Instant Personalization und das Veröffentlichen von Freundeslisten und ‘Like’-Daten zu unterbinden.
Ob sich das Vertrauen der User in Facebook mit diesem Feature komplett wiederherstellen lässt, mag bezweifelt werden. Zu sehr hat sich das Riesennetzwerk in der Vergangenheit als Datenkrake dargestellt. Die Entscheidung, dem Nutzer eine bessere Kontrolle über seine Daten zu geben, halte ich dennoch für richtig.






Mai 27th, 2010 at 14:06
Ich verstehe immer wieder nicht warum viele ihre geheimsten Gedanken, Bilder …. auf Socialdiensten eintragen. Die wenigsten sich doch aktuell beweust welche Folgen es haben “kann”. Ich bin gespannt wie die neuen Einstellmöglichkeiten angenommen werden.