Windows bald mit freier Browser-Wahl
Die feste Integration des Internet Explorers ins Betriebssystem hat Microsoft eine gewaltige Stange Geld gekostet. Wie Mashable berichtet, soll nun endlich eine Lösung geliefert werden, die dem Nutzer die freie Wahl überlässt, mit welchem Browser er unter einem Windows Betriebssystem ins Internet geht. Mit einem kommendem Windows Update soll den Nutzern ein Browser Choice Screen präsentiert werden, der auch technisch unversierten Benutzern ermöglicht, einen Webbrowser eines Drittanbieters auf dem System einzurichten.

Der bisher standardmäßig vorhandene Link zum Internet Explorer soll dabei aus der Taskbar verschwinden, stattdessen finden die Benutzer einen Shortcut zum Browser Choice Screen auf dem Desktop. In den ersten fünf Spalten des Dialogs erscheinen die Browser Internet Explorer, Firefox, Chrome, Safari und Opera in zufälliger Reihenfolge. Per vertikalem horizontalem Scrolling lassen sich wohl bis zu sieben weitere Browser installieren, die ihrerseits zufällig sortiert sind. Microsoft hofft damit, die Forderungen der EU zu erfüllen.
Generell sehe ich es positiv, dass auch unbedarften Nutzern der Internet Explorer nicht mehr aufgezwungen werden soll. Andererseits haben sich die Zeiten geändert: Während Microsoft kurz nach dem Untergang von Netscape tatsächlich eine bedrohliche Monopolposition innehatte, unter deren Folgen Webentwickler weltweit noch heute leiden, gibt es im Browsermarkt inzwischen wieder einen gesunde Wettbewerbssituation. Wer heutzutage nicht weiss, dass es weitere, oft bessere Alternativen zum Internet Explorer gibt und wie man diese installieren kann, in dessen Leben spielt das Internet wohl eine stark untergeordnete Rolle. Da ist es dann vermutlich auch unerheblich, mit welchem Browser dieser Anwender unterwegs ist.
[Bildquelle: Mashable.com]




Februar 20th, 2010 at 10:52
Unbedarfte User die nicht wissen das es bessere Browser gibt = Untergeordnete Rolle des Internets? Sorry aber da liegts Du etwas daneben. Gerade bei solchen Usern bin ich froh wenn diese den Internet Explorer nutzen, den dieser wird meist wenigstens über Windows Update auf dem aktuellen Stand gehalten. Wenn ich da manchmal bei manchen sehe mit was für einer veralteten FF Version die unterwegs sind, wird mir anders. Das sind meist User die den ganzen Tag in irgendwelchen Communitys unterwegs sind, von untergeordneter Rolle des Internets kann man nicht wirklich sprechen. Ich denke eher das dies die Mehrzahl der User ist. Die meisten wollen doch einen PC, anmachen und sofort lossurfen. Mehr wollen die nicht und mehr wissen die auch nicht.
Februar 20th, 2010 at 11:13
Also erstmal ein Fehler: es ist horizontales Scrolling – so schaut es auf den Bilden aus. Desweiteren: Warum schreibst du “bessere Alternativen”? Wie Marcus sehe ich das ähnlich. Der Internet Explorer via Update immer auf dem laufenden gehalten. Warum soll der Firefox besser sein? Für Webentwickler und Leute, die ihren Browser erweitern wollen, ist er besser. Aber sonst frisst er sehr viele Ressourcen. Chrome ist besser? Er ist schneller, aber viele haben Angst vor Google, dass diese die Daten analysieren.
Also was die EU da wieder “angerichtet” hat ist mal wieder schwachsinn. Wer einen anderen Browser haben will, holt sich den. Ansonsten ist der IE8 doch kein schlechter Browser. Die EU sollte sich mal um wichtige Themen kümmern.
Februar 20th, 2010 at 12:05
@Paul: Natürlich, horizontales Scrolling müsste es heißen. “Besser” ist in so einem Fall natürlich subjektiv, aber ein automatisches Update hat der Firefox auch schon seit Urzeiten. Und bei wem die Systemressourcen knapp sind, der fährt vermutlich noch immer am besten mit dem Opera.
Mai 3rd, 2010 at 15:39
Leider ist das ganze eine etwas unvollständige Integration, da speziell in Windows-Serverumgebungen der neue Browser dann eben nicht, wie der IE über Gruppenrichtlinien steuerbar und verwaltbar ist.