Google CEO Eric Schmidt über das Internet der Zukunft
Eric Schmidt, CEO bei Google, hat auf dem Gartner Symposium einige interessante Thesen vorgestellt, wie das Internet in fünf Jahren aussehen könnte: Chinesischsprachige Inhalte und Social Media werden das Netz dominieren, so Schmidt. Die große Herausforderung der Zeit sei es, Inhalte aus Sozialen Netzen, die in Echzeit durch’s Netz geschossen werden, sinnvoll zu bewerten und zu ranken.
Gemäß dem Mooreschen Gesetz werden Computer in fünf Jahren um den Faktor Zehn leistungsfähiger sein, eine deutlich erhöhte Netzbandbreite wird schließlich dafür sorgen, dass die Grenzen zwischen TV, Radio und Web endgültig verschwinden. Von YouTube verspricht sich Schmidt in dieser Zeit enorme Umsätze, da Vidoinhalte zunehmend wichtiger werden.
Beim Indizieren von Echzeit-Inhalten haben sowohl Google als auch Microsoft in letzter Zeit große Fortschritte gemacht. Ein sinnvolles Ranking für diese Daten fehlt aber noch – Schmidt ist jedoch überzeugt, dass Google eine Lösung für dieses Problems finden wird.




Oktober 28th, 2009 at 18:05
Interessant wären auch, wie Google Werbung der Zukunft sieht.
Oktober 29th, 2009 at 16:42
Dass die Grenzen zwischen Radio, TV und Web verschwinden werden ist sehr wahrscheinlicn und auch Social Media wird immer wichtiger werden. Fragt sich, ob der persönliche Kontakt auch aufrecht bleiben wird oder ob das Netz Treffen verschwinden lassen wird. Youtube wird interessant zu beobachten sein- im bezug auf Werbung, virales Marketing,…
Ob chinesischsprachige Inhalte das netz dominieren werden, glaub ich ehrlich gesagt nicht-obwohl es durchaus plausiebel ist, so wie sich die Dinge entwickeln. Na ja, mal sehn was kommt.
November 3rd, 2009 at 0:53
Zu sagen, dass chinesischsprachige Inhalte das Netz dominieren werden, ist genauso richtig, wie dass das englischsprachige Netz das deutsche dominiert.
Beide leben vielmehr in friedlicher Koexistenz. Wieso sollte das nicht auch hier so sein? Als ob deutsche und englische Seiten demnächst alle nach China verlinken würden und wir alle chinesisch lernen müssten…
Rein nominal mögen chinesische Websites natürlich am stärksten vertreten sein. Aber da deren Sprache und Kultur uns so dermaßen fremd sind, wird es da mMn noch lange zu keiner Vermischung kommen und wir werden von der angeblichen Dominanz nichts mitbekommen.
November 3rd, 2009 at 6:16
@codethief: Ich würde die Aussage so verstehen, dass Innovation hauptsächlich im chinesischen Bereich stattfinden wird und viele Informationen in chinesisch vorliegen werden, die das englischsprachige Web einfach nicht bereit hält.
Genau diese Relation liegt ja jetzt schon zwischen dem deutsch- und dem englischsprachigem Web vor.
November 4th, 2009 at 15:08
Das die chinesischen Webseiten wie Pilze aus dem Boden schiessen war ja zu erwarten, jedoch bleibt zu beweifeln, dass diese die deutschen Suchergebnisse massgeblich beeinflussen werden. Hier wird meiner Ansicht nach (nicht zu unrecht) von der Suchmaschine getrennt.
November 30th, 2009 at 10:43
Gerade was die Netzbandbreite angeht sehe ich in Deutschland die Probleme. Wenn man sieht wie langsam der Ausbau hier geht und wie die Verfügbarkeit aussieht von z.B. Vdsl dann kann man schon sehen, dass wir in Deutschland langsam den Anschluss an die Spitze verlieren.
Darum sollte sich die Bundesregierung mal kümmern.