Das Echtzeit-Web wird durchsuchbar
Die Giganten der Websuche liefern sich derzeit ein spannendes Kopf-an-Kopf rennen: Wem gelingt es am besten, das sogenannte Real-Time-Web mit seiner Suche zu erfassen? Nur Stunden, nachdem Microsoft mit der Meldung auftrumpfte, Bing würde nun auch Twitter durchsuchen, gab Googles Marissa Mayer bekannt, dass Google ebenfalls einen Deal mit Twitter abgeschlossen habe. Laut TechCrunch soll schon bald ein neues Google Produkt namens Social Search bald über die Google Labs verfügbar sein.
Was meine eigenen Tweets betrifft, so habe ich in den letzten Wochen festgestellt, dass diese zunehmend schneller in den Google Index wandern – teilweise in unter einer Stunde. Allerdings bin ich auf Twitter auch relativ gut vernetzt, bei Durchschnittsnutzern könnte dies erheblich länger dauern. Eine Twitter Suche auf Bing zu einem aktuellen Thema liefert tatsächlich Tweets, die erst wenige Minuten alt sind. Solange Googles Produkt also nur auf dem Reißbrett exisitiert, hat Bing hier erst mal die Nase vorn. Eine Entscheidung über den König der Echtzeitsuche wird sich aber erst abzeichnen, wenn man die Gesamtpakete der Kontrahenden vergleichen kann. So soll Googles Social Search eine Suche im kompletten Netzwerk des Nutzers über verschiedenste Dienste hinweg ermöglichen. Microsoft hat hingegen bekanntgegeben, neben Twitter einen Vertrag mit Facebook abgeschlossen zu haben – auch hier wird also wohl noch mehr kommen, als nur eine Twitter Suche. Auf jeden Fall ist zu begrüßen, dass beide Firmen rechtzeitig erkannt haben, dass sie das Echzeit-Web nicht ignorieren dürfen, wenn sie als Suchmaschine auch in Zukunft noch relevant sein wollen.
Tags:bing, facebook, Google, twitter



















Januar 2nd, 2010 at 15:36
[...] das Echtzeit-Web eine Zeit lang weitgehend ignoriert haben, wurden im Herbst letzten Jahres die Weichen gestellt, um die noch immer rapide wachsende Informationsflut des Realtime-Web durchsuchbar zu machen [...]