Google Wave – mein erster Eindruck
Seit Montag bin ich also auch stolzer Besitzer eines Google Wave Accounts und konnte inzwischen erste Erfahrungen mit dem bisher meistgehypten Onlineprojekt dieses Jahres sammeln. Wave zu beschreiben, ist tatsächlich nicht so einfach, denn die Macher haben hier wirklich ein neues Kommunikationswerkzeug geschaffen. Es ist kein Mail, kein Chat, kein Messenger und auch kein Wiki, hat aber von all dem einzelne Elemente.
Als neuer Wave User hat man es zunächst gar nicht so einfach – in seiner Inbox findet sich eine Kurzreferenz über das Produkt, und mit etwas Glück hat man bereits ein paar Kontakte, denen man eine Wave schicken könnte – wenn man denn wüsste, was man denen schicken soll. Über Twitter habe ich zufällig mitbekommen, dass Alexander “Stereophone” Sczakiel eine Internet Marketing Welle gestartet hatte und bat um Teilnahme. Wenig später konnte ich damit dann erleben, wie sich eine Wave mit mehreren Nutzern entwickelt – chaotisch beschreibt den Prozess ganz gut.
Gestern Abend fand ich dann heraus, dass man eine Liste aller öffentlichen Waves abrufen kann, indem man in die Suchbox die Phrase with:public eingibt. Auf diese Art fand ich die gut frequentierte Welle Blogger aus D/A/CH an der ich teilnahm und über die ich eine Vielzahl bekannter Gesichter der deutschen Blogosphäre wiederfinden konnte. Early Adopter unter sich.
Es bleibt festzuhalten, dass Google hier wirklich ein innovatives Werkzeug geschaffen hat, das in Punkto Useability und Verständlichkeit allerdings noch arg verbesserungsbedürftig ist. Eingefleischte Nerds kämpfen sich da durch und haben vielleicht sogar Spass daran, das System zu erforschen, aber für den Massenmarkt taugt Wave noch lange nicht. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass findige Entwickler die Wave-Infrastruktur schon bald für eigene interessante Projekte nutzen werden. Es würde mich nicht wundern, wenn in einigen Monaten auch Desktop-Clients wie Tweetdeck oder Seesmic eine Wave Integration anbieten.
Ach ja, wer mir eine Wave schicken möchte: Ich bin thomas.fruetel(at)googlewave.com
Tags:Google, wave



















Oktober 15th, 2009 at 8:00
Hört sich interessant an und ich hoffe Du berichtest noch ein wenig weiter über GoogleWave bevor ich mich mit diesem Thema beschäftige. Ich brauche immer erst ein wenig Background bevor ich mich in etwas neues stürze.
Oktober 15th, 2009 at 9:30
Klingt spannend… Aber findet ihr nicht auch komisch, dass eine Wave immer an eine Mailadresse gesendet wird…?
November 6th, 2009 at 17:20
Ich habe viele Pro Wave Stimmen gelesen aber in einem Punkt sind sich viele User einigt, nämlich dass das Produkt noch nicht ausgereift ist.
Schade dass ich es noch nicht testen kann.
Dezember 8th, 2009 at 22:20
[...] Google Wave – mein erster Eindruck [...]