Chrome OS – Google überrascht mit Betriebssystem-Ankündigung
Die Ankündigung, dass Google unter dem Namen Chrome OS bald ein eigenes Betriebssystem auf den Markt bringen will, haben heute für grosse Wellen gesorgt. Das Vorhaben kommt überaschend, zumal Marissa Mayer, Vice President, Search Products & User Experience bei Google im Februar noch gesagt hatte, ein Betriebssystem von Google werde es nicht geben.
Ein wenig Geduld müssen wir allerdings noch haben: Im Laufe dieses Jahres soll der Quellcode von Chrome OS veröffentlicht werden. Netbooks, auf denen das System vorinstalliert ist, sollen erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 erscheinen – für Internetmaßstäbe eine halbe Ewigkeit.
Ob das auf Linux basierende System dann tatsächlich eine Sensation wird, oder eher enttäuscht, bleibt abzuwarten. Suchmaschinenexperte Stefan Fischerländer fragt auf Twitter zu Recht:
Ist #ChromeOS wirklich ein neues Betriebssystem? Oder einfach eine Linux-Distribution von Google mit Chrome als Fenstermanager?
Eine durchaus berechtigte Frage. Auch Microsoft hat vor einiger Zeit eine graphische Benutzeroberfläche für MS-DOS als neues Betriebssystem vermarktet. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass Chrome OS genügend eigenständige Eigenschaften mitbringt, dass man trotz Linux Kernel von einem neuen OS sprechen darf. Ein cloudbasiertes Dateisystem wäre da so ein Ding, das ich mir vorstellen könnte. Die Entwickler bei Google haben da sicher so ihre Ideen.
Tags:Chrome OS, Google



















Juli 8th, 2009 at 21:29
na ja so überaschend war es nun auch nicht, spekuliert wurde ja sehr viel darüber. es war eigentlich nur eine frage der zeit und irgendwie ja auch ein logischer schritt, meiner meinung nach!?
Juli 9th, 2009 at 9:54
[...] ein eigenes Betriebssystem plane. Doch wie immer wurden entsprechende Gerüchte immer schnell dementiert – bis gestern. Was die Berichterstattung der Online-Medien angeht, so war im Bezug auf das [...]
Juli 11th, 2009 at 22:31
Naja, also wenn das ChomeOS kein Potential hat, was dann? Die meisten Betriebssysteme bzw. Distributionen sind an der Usability gescheitert. Darin ist Google wiederum sehr stark. Ich sehe das Ganze also eher als ein Rückgriff auf Bewährtes und als Transfer in einen neuen Markt. Wenn jemand Microsoft Paroli bieten kann, dann Google. Ich bin mir sicher, dass es dem Markt und schlussendlich dem User auch nicht schaden würde, wenn etwas Wettbewerb herrschen würde. Die paar Prozent Linux User sind einfach zu wenig, um mit Windows mithalten zu können. Wenn Google hingegen die vorhandenen Vertriebskanäle (wieder eine Kernkompetenz!) nutzt, dann könnte sich das OS sehr schnell sehr weit verbreiten. Was dabei rauskommt, bleibt abzuwarten