Twitter mit Geschäftsmodell? Premium Services für Businesskunden 1


Das fehlende Geschäftsmodell ist eines der Hauptargumente für Kritiker der Twitter Plattform. Doch die hartnäckige Weigerung der Betreiber, sich an Google oder Apple zu verkaufen liess vermuten, dass diese doch noch etwas in der Hinterhand haben. Gegenüber Reuters hat Twitter Mitbegründer Biz Stone nun einige Gedanken durchblicken lassen:

Twitter arbeite an verschiedenen Add-Ons für Unternehmen und geschäftliche Twitter Nutzer, welche der Firma eine Monetarisierung ermöglichen sollen. Einige dieser Dienste sollen zum Ende des Jahres vorgestellt werden.

Eine Absage erteilte Stone dagegen Spekulationen, aus Twitter einen werbefinanzierten Dienst zu machen. Zum einen möchte man die Nutzer nicht verärgern, zum anderen soll in der Firma auch gar nicht das entsprechende Know-How vorhanden sein, um eine Werbeplattform aufzuziehen. Von der Einstellung neuer Mitarbeiter zu diesem Zweckk will Stone absehen.

Spannende Statements, denen zufolge Twitter seinen Dienst anscheinend noch bis Ende des Jahres ohne echte Einkommensquelle weiter betreiben will. Sollte sich dies bewahrheiten, bin ich sehr gespannt, welche Premium-Features dort für Geschäftskunden angeboten werden. Schon jetzt entwickeln helle Köpfe auf Grundlage der Twitter-API jede Menge nützliche Zusatzdienste, beispielsweise zum Followermangement oder zur Suche. Da muss sich Twitter selbst dann schon entsprechend von Abheben, um einen kostenpflichtigen Premiumservice zu rechtfertigen. Andererseits ist man als Betreiber der Plattform auch nicht durch eine limitierung der API-Aufrufe eingeschränkt, was für viele Drittanbieter ein Problem darstellen könnte.


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Ein Gedanke zu “Twitter mit Geschäftsmodell? Premium Services für Businesskunden

  • Jana

    Danke für den Post. :)

    So schwierig kann das doch nicht sein, aus Twitter Bonbons zu machen.

    Am Naheliegendsten:
    Man könnte z.B. ein paar Flächen für Google AdWords integrieren.
    Je nach Diskussion und Themen könnte man über das Conten-Netzwerk themen-relevante AdWords einspielen.

    => Tweet: ‚Traumhafter Urlaub mit Kind und Kegel in Tirol. Bin tiefenentspannt & will am liebsten wieder zurück. War einfach nur der HAMMER! #Urlaub‘
    => AdWord: ‚Entspannen Sie in Tirol! 7 Tage Aktiv-Urlaub 2 Erw. + 2 Ki inkl. VP ab 699€ – jetzt buchen.‘ Klickt bestimmt jemand => gibt Geld für Twitter.

    Ebenso für Adidas Turnschuhe, MP3 Player etc.

    Vorteil: Adwords / AdSense sind weitgehend akzeptiert und gelernt.

    Das Model könnte man eventuell ausbauen: Die Tweets / Twitterer, die die Schaltung initiiert haben bekommen 10%. Das würde dann unter Umständen auch für Mehrwert auf Twitter sorgen – z.B. wenn man über Themen schreibt / Keywords nutzt, die im hochpreisigen CPC-Bereich liegen. ‚Kredit‘ … ‚Virtualisierung‘ …

    Das würde so manchen SEM Manager die Schweißperlen auf die Stirn treiben.
    A) schnelles Reagieren auf Themen / Hypes – Anpassen von Kampagnen
    B) Budget-Kontrolle bei Hypes…. wobei das übers Tages-Budget kontrollierbar sein sollte.
    C) Keine AdWords neben Tweets wie ‚der Fruchtzwerg war schlecht – vor Ablauf des MHD‘ oder ‚Die neue Rivella schmeckt wie Jägermeister ohne Alkohol…. :(‚ …

    Aber sowohl das Integrieren, also auch das Erkennen von inapt placements sollte technisch machbar sein.

    Na mal schauen, wie sich Twitter so entwickelt. :)