Richten die Telcos das mobile Internet zugrunde?
Bei Basic Thinking macht sich André Vatter Gedanken, warum die Deutschen so wenig mit dem Handy ins Internet gehen. Und kommt zu einem naheliegenden Schluss: Während amerikanische Nutzer zu iPhone und Android G1 traumhafte Konditionen bekommen, muss man hierzulande noch immer abartig teure Verträge abschliessen, um überhaupt auf regulärem Weg an ein Internet Handy zu kommen. Mit ist auch unbegreiflich, wieso man ein Gerät wie das G1 in Deutschland mit einem Vierteljahr Verspätung auf den Markt bringt, statt auf der Hypewelle des Googlephones mitzuschwimmen. Fast könnte man meinen, T-Mobile wolle nicht, das man unterwegs ins Internet geht.
Ob die Preise der einzige Grund für die fehlende Akzeptanz des mobilen Webs in Deutschland ist, weiss ich nicht. Zumindest in meiner Generation scheinen die Leute hierzulande generell sehr zurückhaltend mit der Adoption neuer Technologien zu sein.
Für mich selbst habe ich inzwischen eine akzeptable Lösung gefunden, auch in Deutschland mobil vernetzt zu sein: Nachdem ich den Fängen Vodafones entkommen bin, die mich mit einem Ferengi-Datentarif abkassiert haben (knapp 10 Euro für 30 Megabyte), habe ich nun eine Simyo-Karte mit einem Gigabyte Datentarif für 9.90 Euro. Da es sich um eine Prepaid-Lösung ohne Vertragslaufzeit handelt, kann ich da auch jederzeit wechseln, wenn es mir nicht passt. Für mich ein riesiger Vorteil, denn die Kündigung bei Vodafone war eine einzige Horrorstory. Einziger Nachteil ist, dass es sich dabei um das E-Plus Netz handelt, aber da ich mich vorwiegend im Ruhrgebiet aufhalte, ist der mangelhafte UMTS-Ausbau von E-Plus kein grosses Thema für mich.
Das passende iPhone habe ich mir bei Retailkeyshop bestellt. Die vertreiben ab Werk entsperrte iPhones, die aus dem EU-Ausland importiert wurden. Knapp 600 Euro für ein Handy sind sicherlich auch nicht jedermanns Sache, aber für mich war es die derzeit attraktivste Option.
Tags:iphone, t-mobile



















Januar 30th, 2009 at 10:59
Gibt es ähnliche Angebote auch für das G1? Ich interessiere mich eher dafür als für das iPhone, habe aber bisher keine gesehen (das DEV G1 aus USA ist eine Möglichkeit, aber Versand kostet recht viel).
Januar 30th, 2009 at 17:42
ja hm, mal ehrlich mir erschließt sichs leider auch nich wirklich wozu man internet auffem handy braucht? ;(
gut klar, ein paar sachen würden mir schon einfallen, preisvergleich in geshcäften z.b. oder aber mal kurz bankkonto checken, von mir aus auch mal seine mails angucken, aber das wars doch auch schon…
rumsurfen macht doch nicht wirklich spaß auf den minidisplays ;( naja also der sinn entzieht sich mir irgendwie
Januar 30th, 2009 at 20:49
@Gargamehhhl: E-Mail hast Du ja schon genannt, für mich ein wichtiger Aspekt. Dann die Möglichkeit, jederzeit auf die Wikipedia zuzugreifen. Und auf Google Maps. Mit der klickTel App (Disclaimer: Von meinem Arbeitgeber) kann ich jederzeit herausfinden, wo in der Nähe meines Standortes Restaurants, Apotheken, oder Geldautomaten sind und habe Zugriff auf ein deutschlandweites Telefonbuch. Mit Evernote kann ich auf meine zu Hause am PC angelegten Notizen zugreifen. Twittern. Auf meine Online-To-Do Listen zuzugreifen, etc.
Ich nutze das selber alles noch nicht so intensiv wie ich gerne würde, man muss mit dieser Technologie auch erst warm werden. Aber für mich zeichnet sich ab, dass das Mobile Internet das Leben ähnlich stark verändern wird, wie die allgemeine Verfügbarkeit des WWW.
Februar 1st, 2009 at 18:56
Ich denke das Problem ist auch, dass man das iPhone mit Vertrag nur bei T-Mobile bekommt…viele junge Leute, sind jedoch bei O2, die würden eher ins mobile Web gehen, um zb im Bus auf studivz zu surfen etc.
Februar 8th, 2009 at 15:06
@Thomas Frütel: Die Wikioedia gibts auch schon offline. Viel schneller und parktischer als übers mobile Internet. Ich hab auf meinem Palm Centro Mobipocket und eine ca 2GB großes Abbild der Wikipedia installiert, und kann alle andere meinem Wissen erschlagen
.
Zu finden sind die Offline-Version der Wikipedia unter Spezialseiten->mobil.
Ansonsten nutze ich auf dem Centro das Internet nur für mal bei heise vorbeischauen, wenn mir unterwegs langweilig ist. Und vielleicht mal bei Google-Maps gucken, wo was in der Nähe ist.
Aber das ist alles verzichtbar. 40€/Monat wie bei der Telekom ist mir das bei langem nicht Wert.
März 3rd, 2009 at 22:35
Hallo zusammen,
ich denke das zum einen wie auch im Artikel erwähnt ist, die immer noch sündhaft teuren Preise eine der Ursachen sind. Die großen Netzbetreiber, wie T-Mobil, Vodafone usw., welche das bisher bestausgebaute Netz haben, werden uns auch noch eine ganze Weile ausquetschen. 02 z.B. startet ja schon mehrfach den versuch an der Preisschraube zu drehen, natürlich auch um sich besser am markt zu positionieren. Doch mit dem immer noch schlecht ausgebauten Netz haben die großen eben das sagen. Wir müssen eben noch ne Zeit lang bluten bis es soweit ist. Ich für meinen teil habe diese Zeit und solange auch keinen Handyvertrag (wenn jeder so handeln würde, wären die Preise bereits auch moderat).
Hinzu kommt auch noch sicherlich, das immer wieder eine Welle von Angst (meiner Meinung nach unbegründet. Zudem-> Stichwort: Plazeboeffekt) bzgl. der UMTS Strahlung durchs Land geht und sich immer noch viele Gemeinden wehren die Netzabdeckung weiter voran zu treiben. Von einer Datenbeschleunigten HSDPA Verbindung kann man also bisher nur Träumen ..oder man wohnt in einer der 7 Städte die bereits jetzt bis zu 7,2mbit/s versprechen..aber dennoch bis zu 6mbit/s liefern.
Mein Fazit: gute Preise -> viele nutzer des mobilen Internet’s