Great Firewall of Germany
Frau von der Leyen möchte ich gar nicht mal vorwerfen, dem Zensur- und Überwachungsstaat absichtlich in die Hände zu spielen. Unsere Familienministerin war vermutlich nur der Meinung, auch mal das publikumswirksame Thema »Kinderporno« vor ihren PR-Karren spannen zu müssen.
Schneller als erwartet kommen, da das Thema einmal ins Gespräch gebracht wurde, die nächsten Begehrlichkeiten: Die hessische Landesregierung (wer war das noch gleich?) möchte Glücksspielseiten sperren lassen. Es wird sicher nicht mehr lange dauern, bis der erste Minister sich zu Wort meldet, er wolle Killerspielseiten sperren lassen. Oder Filesharing-Seiten. Rechtsextreme Seiten. Linksextreme Seiten. Islamistische Seiten. Pornographie.
Wenn man das fortführt, wäre wahrscheinlich eine Whitelist für ein Blümchen-Internet die Lösung, welche den Politikern am liebsten wäre. Dann könnte auch keiner mehr hingehen, und einfach selbst seine kritischen Gedanken im Netz veröffentlichen, denn bevor man auf die Whitelist kommt, müsste man sicherlich ein langwieriges und kostenintensives Prüfungsverfahren über sich ergehen lassen.
Wird die Welt durch eine Internet-Zensur besser? Wohl kaum. Das Antiterror Blog bringt es sehr schön auf den Punkt:
Es gibt schlimme Dinge im Internet, weil es schlimme Dinge in der realen Welt gibt. Da muss man ansetzen.






Dezember 2nd, 2008 at 7:25
My German is not that good, however I understand this to be about governement censorship of the Internet. This is a very big deal in Australia at present with “trials” of such censorship about to begin. Perhaps this a warning for Germans. For more info see http://nocleanfeed.com/ and http://www.efa.org.au/.
Dezember 2nd, 2008 at 10:34
Sperrung, Zensur und Verbote sehe ich auch nur als letztes Mittel an. Soziale Probleme sollten anders gelöst werden und nicht durch Technik. Und wie bereits geschrieben, fängt man mit einem an, ziehen andere nach …