Nofollow nun doch im Webmaster Blog 14


Lange Zeit gehörte zählte ich mich zu den überzeugten Gegnern des Nofollow-Attributs in Kommentarlinks. Anno 2005 schrieb ich:

Die Kommentatoren bereichern mein Blog mit ihren Kommentaren um Inhalte, die oft mindestens genauso wertvoll wie der eigentliche Post sind. Sie kennzeichnen die Herkunft dieses Kommentares oft mit einem Link zu ihrem eigenen Blog: Seht her, hier gibt es noch mehr von mir zu lesen. Das macht Sinn, und ist eine Information, die man auch den Suchmaschinen nicht vorenthalten sollte.


Generell gilt diese Aussage noch immer. Dennoch hat sich seit Januar 2005 einiges geändert: Diente Nofollow damals noch hauptsächlich der Bekämpfung robotisierten Kommentarspams, so sind es heute Leute wie Bernd Sonnensegel und Versicherungen Susi, die einem Blogger das Leben schwer machen. Der Massenkommentarspam wird recht effektiv von Akismet und Co. bekämpft, aber manuell verfasste Schrottkommentare werden von den Filtern nicht erkannt. Schlimmer noch, diese Kommentare bewegen sich oft in einer derartigen Grauzone, dass man als Blogger regelmässig Gewissensbisse hat, aus Angst, einen ungeschickt formulierten Leserkommentar versehentlich in die Spamtonne zu kloppen. Das Nofollow Case By Case Plugin scheint mir auch keine richtige Lösung zu sein, da man auch hier die schwierige Trennung zwischen Spam und nicht Spam treffen muss.

So sehr ich mir wünsche, den Kommentatoren, die dieses Blog mit ihrer Meinung bereichern, mit etwas Linklove zu belohnen, so widerstrebt es mir, diese wiederlichen Möchtegern-SEOs durchzufüttern. Aus diesem Grund sind die Kommentare hier ab sofort auf Nofollow gesetzt. Meine Leser und Kommentatoren bitte ich um Verstädnis für diese Maßnahme. Und nun bitte ich die Betreiber sogenannter Nofollow-Listen, mich aus ihren tollen Listen zu entfernen. Vielen Dank!


Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

14 Gedanken zu “Nofollow nun doch im Webmaster Blog

  • Jörg

    Ich kann diese Maßnahme verstehen. Ich setze in meinem Blog inzwischen auch optional nofollow – habe aber da natürlich das Problem der Unterscheidung. Mich stört dabei auch der Gedanke, dass der Inhalt vieler Kommentare nicht wirklich ernst gemeint ist.

  • dimido

    Hab auch lange so gedacht und gehandelt wie du – quasi war ich eine Linkschleuder, aber diese SEO’ler – die nur Links sammeln, sind schon eine nervige Sache!

  • Thomas Frütel Beitragsautor

    @Matthias: Das bringt nicht viel, weil die das vermutlich nicht mal merken. Ich glaube, die meisten dieser Parasiten sind Agentur SEOs. Am nächsten Tag ist der gleiche Typ wieder da und spamt für die nächste Kundendomain. Ich hoffe, dass ich langfristig mit aktivem Nofollow vom Radar dieser Deppen verschwinde.

    Und wie schon gesagt: Nicht immer ist es so absolut eindeutig, ob es Spam ist, wie beim Sonnensegel. Da fällt die Entscheidung manchmal schwer.

  • Elmar

    Ich kann´s grundsätzlich verstehen, finde es aber schade aus Gründen, die ich einem ehemaligen Verfechter des „Follow“ nicht zu erklären brauche. Du hats es ja bei deinem Zitat gut auf den Punkt gebracht.

  • Andrea

    Ich habe es gemacht wie Robert: Trenne Namen und Link (http://www.basicthinking.de/blog/2008/08/08/wordpress-name-von-link-trennen-ii/)

    So steht bei mir jetzt: Sonnensegel [Homepage] und Homepage ist verlinkt. Das hat wirklich viel gebracht, seit dem ist Ruhe und es kommentieren nur noch die, die auch wirklich was dazu sagen wollen. Und denen ist es (wie mir mittlerweile selbst) dann egal, ob ich mit dem Keyword yxz von einem Kommentar aus verlinkt werde oder mit Homepage. Denn ich kommentiere ja um des Kommentares willen und nicht wegen eines Backlinks.

  • Oliver

    Würde es etwas nützen, wenn Nofollow Case by Case die Möglichkeit bieten würde, Black- and White-Lists zu verwenden?

    Eine Blacklist-Lösung habe ich bereits im Test. („Speichern von URLs, die automatisch und grundsätzlich immer nofollow bekommen sollen.“) „Anders rum“ („Besucher muss sich die Freischaltung mit der Zeit verdienen bzw. „Follow for Friends“) wäre theoretisch auch machbar. Die eierlegende Wollmilchsau („Follow, Nofollow oder gar kein Link“ als Standard – aber fallweise korrigierbar) braucht Zeit, die ich momentan leider nicht habe.

  • Robert

    unerhört, Thomas, ich werde nie nie nie wieder auf deinem Blog kommentieren, also sowas, nein, unglaublich, was fällt Dir ein.

    Bis bald:=]

  • Paul von blogtopf.de

    Robert hat recht, ein Unding…^^ Mich interessieren die News, net die Linkjuice.

  • Jojo

    Es ist zwar Schade, aber verständlich. Es wäre aber wünschenswert hier zwischen Kommentaren und Trackbacks zu unterscheiden und Trackbacks generell nofollow-frei zu gestalten. Das geht bei WordPress ohne großen Aufwand.

  • Peter

    …soso nofollow, aber die Links aus Postings in fremden Blogs die du bekommst nimmst du schon follow an? Natürlich könntest du jetzt erwidern: aber ich verlinke ja auch aus meinen Postings fremde Blogs

  • Ragi

    Mag sein, dass durch diese Aktion etwas weniger Spammer sich hier nun eintragen, doch den Grossteil wird man damit aber auch nicht abhalten können, sagt doch den meisten das nofollow-Attribut so gut wie gar nichts.

  • Jan

    Tja, da wollte ich hier gerade eine Lanze für Follow brechen und argumentieren, dass die gelegentlichen SEO-Kommentare ja wohl gnadenlos mal „ge-no-followed“ werden können… da schlägt bei mir bei nem 2 Stunden alten Beitrag just auch einer ein. Hmpf.

    Werde es aber dennoch anlassen, manuell SEO-Kommentierern die Links entfernen – ich hoffe immer noch, dass Follow ein zusätzlicher Anreiz ist, zu kommentieren.