Spore: Das Mitmachweb schlägt zurück
Voll auf Web 2.0 wollte EA mit ihrem lang erwarteten Spielekracher Spore setzen, mit YouTube Integration und einer eigenen Community, in der Spieler ihre Schöpfungen austauschen können. Das man die Folgen dieses Schachzugs vorher nicht richtig abgeschätzt hatte, wurde schon deutlich, als EA kurz nach Veröffentlichung des Creature Editors damit begann, allzu genital anmutende Kreaturen zu zensieren.
Jetzt, nach Veröffentlichung des Spiels schlägt ein weiterer Effekt des offenen Webs zu: Dutzende Spieler machen in den Amazon Rezensionen zu Spore ihrem Unmut über die beknackte DRM Politik von EA Luft. Das Spiel fährt dort eine recht miese Bewertung ein, weil die Kunden sich einfach entmündigt fühlen. Mir tut es ein wenig für die Spieleentwickler leid, die sich sicher riesige Mühe mit dem Produkt gegeben haben, aber den Verantwortlichen, die für diesen Registrierungsmechanismus gesorgt haben, gönne ich diese Schlappe von ganzem Herzen. Wilkommen im Jahre 2008, in dem auch Kunden eine Stimme haben.
Die sogenannten Piraten, vor denen der Aktivierungsmechanismus eigentlich schützen sollte, hat man so selbstverständlich nicht getroffen: Wie bei Robert in den Kommentaren zu lesen ist, gibt es bereits 8.000 Seeds des Spiels im Bittorrent Netzwerk. Ich gehe davon aus, dass bei einem Grossteil der dort angebotenen Versionen der Aktivierungsmechanismus bereits geknackt wurde.
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