Spore: EA mag keine Tittenmonster 7


Spore ist ein lange erwartetes Spiel, in dem der Spieler in einer Art Evolutionssimulation eigene Kreaturen erschaffen kann. Erscheinen soll das Spiel am 7. September, mit dem letzte Woche zum freien Download veröffentlichten Spore Labor können interessierte Spieler schon jetzt die kuriososten Wesen erschaffen und diese in einer Art Sandbox austesten. Eine integrierte YouTube Schnittstelle erlaubt es dabei, Videos seiner Kreationen der Welt zugänglich zu machen. Da sich mit dem Tool recht kuriose Gestalten erschaffen lassen, war es nur zu deutlich abzusehen, dass schon bald die ersten Penissaurier und Vaginatoren das Licht der Welt erblicken würden.

Wer hätte nicht damit gerechnet? Anscheinend die Verantwortlichen beim Publisher Electronic Arts, die laut Games Radar dem Schöpfer des oben abgebildeten Boobalicious Wesens einen bösen Brief schrieben:

Hello [Perv],
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Violation:
< Asset Name:Boobalicious>

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Sincerely,
Customer Support
Electronic Arts, Inc.
EA.com Customer Relations

Sprich: Man darf sich mit dem Tool nach Herzenslust austoben und verkrüppelte Mutantenwesen schaffen, die Frankenstein vor Neid erblassen lassen. Doch wehe, wehe, ein argwönischer Beobachter könnte sich beim Betrachten der Wesen an primäre oder sekundäre Geschlechtsorgane erinnert fühlen. Meiner Meinung nach ein Paradebeispiel für amerikanisch prüde Verklemmtheit – und für eine völlige Ignoranz der Realitäten des Internet.

Wenn EA diese Linie konsequent durchziehen will, dann brauchen sie das Spiel erst gar nicht auf den Markt bringen. Schon jetzt, wenige Tage nach Erscheinen des Toos, hat sich mit Sporn [NSFW] ein eigener Begriff für pornographische Spore-Kreationen etabliert. Als Spielepublisher sollte man sowas, genau wie WoW-Pr0n, als naturgegebene Randerscheinungen auffassen. Mit dem Versuch, solche nur allzu naheliegenden Zweckentfremdungen des Spiels zu verhindern, giesst man sicher nur Öl ins Feuer.

[Bildquelle: Gamesradar.com]


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