FriendFeed im Mainstream?
Nein, FriendFeed ist noch lange nicht im Mainstream angekommen, nicht mal in den USA. Dennoch ist es ein gutes Zeichen für das Akzeptanzpotenzial, wenn zwei etablierte Medien wie das Wall Street Journal und die Financial Times über eine junge Webplattform schreiben.
Während es beim WSJ Social Services im allgemeinen geht, widmet sich die Financial Times speziell FriendFeed. Beide scheinen FriendFeed in erster Linie als Aggregator und weniger als Kommunikationswerkzeug zu sehen. Immerhin wird bei der FT die Möglichkeit des Filterns und des Kommentierens erwähnt. Möglicherweise ist das Aggregieren fremder Inhalte aber auch genau das, was der TV-gewohnte User will, einen Informationskanal, dem er passiv folgen kann, während die kommunikativeren FriendFeeder mit ihren Kommentaren und Bewertungen dafür sorgen, dass die wichtigen Inhalte nach oben kommen, oder auf den neuen Best Of FriendFeed Seiten landen.
Nun macht eine Schwalbe noch keinen Sommer, und es würde mich auch nicht wundern, wenn auch Spiegel Online in einigen Tagen über FriendFeed schreibt. Wird FriendFeed jemals das Bewusstsein eines Normalusers erreichen, das morgendliche Lesen der Feeds dort so normal wird, wie der Blick in die Zeitung? Ich bin mir nicht sicher, ob die Plattform dafür geeignet ist. Eventuell wird es in ein, zwei Jahren ja einen BILDFeed oder ähnliches geben, der mit eingeschränktem Funktionsumfang, dafür aber grossen Überschriften, vielen Bildern und entsprechender Vermarktung durch die Massenmedien das Herz der User erobert.



