FeedBurner Feeds mit Adsense
Wie das offizielle FeedBurner Blog bekannt gibt, wird Google im Laufe der nächsten Woche einigen ausgesuchten Publishern anbieten, Adsense-Werbung in ihre RSS-Feeds zu integrieren. FeedBurner wurde vor etwa einem Jahr von Google gekauft, und dieser Schritt wurde schon lange erwartet. Zu einem späteren Zeitpunkt soll diese Werbemöglichkeit dann allen FeedBurner Nutzern, die über ein Adsense-Konto verfügen, zur Verfügung gestellt werden.
Sollte man diese Möglichkeit nutzen? Zweifellos erreicht man durch diese Form der Werbung eine Menge »Eyeballs«. Gerade Blogger, die ihren Content durch Werbung vermarkten wollen, leiden durch die verstärkte Einbindung ihrer Feeds in RSS-Readern und Aggregatoren unter rückläufigen Pageviews, oder zumindest verringerten Wachstumsraten. Andererseits sollte man bedenken, dass ein Feedleser ein anderer Lesertyp ist, als jemand, der zum Beispiel durch eine Google Suche auf die eigene Site gelangt: Während letzterer meist ein reiner Konsument ist, dem man eine Leistung bietet – im Idealfall für ihn relevante Informationen – betrachte ich den typischen Feedleser als einen Partner. Denn viele RSS-Leser sind selbst Blogger, die meine Inhalte verlinken. Andere erhöhen vielleicht meinen Bekanntheisgrad, indem sie meine Artikel auf FriendFeed kommentieren oder im Google Reader empfehlen. Ein solches Nehmen und Geben findet beim Zufallsbesucher, der von einer Suchmaschine kommt, typischerweise nicht statt. Hier haben wir es eher mit einem Kunden als einem Partner zu tun, weshalb es nur fair ist, dass man den Dienst den man diesen Nutzern erbringt, über Werbung refinanziert. Einen Feedleser dagegen würde ich auf keinen Fall durch Werbung verärgern wollen.
Soweit die derzeitige Situation. Es ist jedoch zu beobachten, dass auch RSS zunehmend zur Massentechnologie wird. Damit geht der Anteil des Lesertyps »Partner« unter den Feedlesern zurück, der Typ »Kunde« kommt zunehmend auch auf diesem Weg an die Inhalte und umgeht somit den »Kassenbereich« Pageview. Eines Tages könnte es dann tatsächlich nötig sein, auch im Feed Werbung zu schalten, um weiterhin ein rentables Publishing zu ermöglichen. Und bis dahin sollte man sich überlegen, wie man dies bewerkstelligen kann, ohne seine Partner zu verärgern.
Tags:feedburner, Google



















Juni 2nd, 2008 at 17:19
[...] Wie hier schon erwähnt, finde ich Werbung im RSS Feed eigentlich recht wiederlich. Jetzt les ich heute die Meldung: FeedBurner Feeds mit Adsense. [...]