TinEye: Bildsuche nach Vorlage
TinEye ist eine Bildsuchmaschine, die etwas anders funktioniert als bekannte Produkte dieser Gattung: Statt Bilder zu einem Keyword zu finden, kann man dort ein Bild hochladen, und die Suchmaschine ermittelt Webseiten, auf denen dieses Bild eingebunden ist.
Einen ersten Test habe ich mal mit meinem Avatarbild gemacht, welches ja inzwischen doch recht weit über’s Netz verstreut ist. Kurz nach dem Upload der 600×800 Pixel grossen Originaldatei meldet mir TinEye, dass über 487 Millionen Bilder durchsucht wurden, und tatsächlich hatte man immerhin zwei Versionen meines Bildes gefunden und korrekt erkannt: Einmal das Portrait in meinem Barcamp Ruhr Profil in der Grösse 205×255 Pixel, weiterhin mein Avatar in 97×129 Pixel Grösse auf verschiedenen Seiten des Personenaggregators Ziki.com. Das sind zwar nur wenige Treffer, zeigt aber, dass die Technologie grundsätzlich funktioniert und auch keine Probleme mit Grössenveränderungen hat.
Ein wenig schwerer sollte es für die Bildsuche sein, ein selbst zugeschnittenes Bild wiederzufinden. Ich nahm dazu ein recht bekanntes Bild von Googles Marissa Mayer, das ich auf das Gesicht reduzierte. Beeindruckenderweise stellte das für TinEye kein echtes Problem dar, und mir wurden 22 Versionen dieses Portraits ausfindig gemacht, darunter auch solche, bei denen Text oder Symbole hinzugefügt oder gar der rote Hintergrund gegen eine weisse Fläche ausgetauscht worden ist:

Das ist schon durchaus beachtlich. Wo liegen die Grenzen des Algorithmus? Ein Bild von Marissa, das auf die Augenpartie reduziert wurde konnte genauso wenig wiedererkannt werden, wie eines, dass man um 180 Grad nach rechts gedreht hatte. Dennoch zeigt der Test mit dem zugeschnittenen Bild, dass geringfügig modifizierte Bilder kein Problem darstellen.
Die Technik ist faszinierend, die Frage bleibt, wie gut das System skaliert. Ein Index von einer halben Milliarde Bilder scheint noch zu klein zu sein, um für seltenere Bilder zufriedenstellende Ergebnisse zu liefern. Derzeit läuft TinEye noch in einer geschlossenen Beta, ob die Suchmaschine in der Lage ist, mit der zu erwartenden Last bei freier Zugänglichkeit fertig zu werden, ist ebenfalls abzuwarten. Andererseits würde es mich wundern, wenn hier nicht schon bald Google, Yahoo oder Microsoft zuschlagen würden. Für deren Bildsuche wäre die TinEye-Technik eine geniale Ergänzung und sie hätten die Hardwareressourcen, mit denen eine Skalierung realistisch erscheint.
Tags:tineye



















Mai 28th, 2008 at 18:31
Super Tipp, vielen dank! War mir bis Dato unbekannt.
Da werden sich auch die Abmahn Anwälte freuen
Mai 31st, 2008 at 10:15
Interessante Sache.
Aber wie kann man sich dort anmelden (kann leider kein englisch).
Ich habe es bei “request an invite” versucht, es kommt aber keine Mail mit Anmeldung zurück.
Juni 3rd, 2008 at 22:14
[...] derzeit tatsächlich hergeben kann, beschreibt Thomas Frütel im Rahmen eines ersten Tests im Webmaster Blog. Für die, die es mit Urheber- und Nutzungsrechten trotzdem nicht so genau nehmen möchten, lässt [...]
Juli 15th, 2008 at 22:03
Bildersuche nach “Fingerprint”…
TinEye ist eine neuartig funktionierende Bildersuche im Web. Anders als zum Beispiel Google werden hier die Bilder nicht nach Keywords gesucht, sondern man zeigt der Seite ein Bild (entweder per Upload oder Weblink) und die Seite sucht nach ähnlichen ….
August 9th, 2008 at 11:13
TinEye ist schon cool – aber PixID von der gleichen Firma setzt noch einen drauf. Scheint zwar nur für Business-Kunden nützlich zu sein, aber diese Technik ist echt der Hammer. Bin mal gespannt, wann sich die großen Web-Player sich die Firma unter den Nagel reißen werden…
August 25th, 2008 at 20:25
TinEye – vergleicht Bilder mittels digitalem Fingerabdruck…
TinEye, vergleicht Bilder im Web anhand von Vorlagen so wird versucht Copyrightverletzungen aufzudecken.
Entwickelt wurde dies von der Idee.Inc in Torronto.
Tineye – tineye.com
Das Ganze funktioniert indem man ein Bild zu TinEye hoch lädt dort wird i….