Google Translate: Quantität statt Qualität
Wie ich letztens schonmal ausführte, halte ich die Existenz von Sprachbarrieren für eine der grössten Herausforderungen für ein wirklich globales Netz. Google meldet nun, dass der Übersetzungsdienst Google Translate zehn neue Sprachen, darunter Bulgarisch, Hindi und Finnisch beherrscht. Weiterhin ist es nun endlich möglich, von jeder der angebotenen Sprachen in jede andere zu tätigen. Bisher konnte man meist nur von $Sprache in Englisch oder umgekehrt übersetzen.
Leider ist der Service noch weit davon entfernt, wirklich brauchbar zu sein. Ich habe mir willkürlich eine gerade populäre japanische Seite herausgepickt und durch den Übersetzer geschickt. Das Ergebnis ist, naja, urteilt selbst:
id: HolyGrail und id: HoryGrail ununterscheidbar’s Diary
Wenn Sie echte onclick Attribut ist die Nutzung der Bibliothek sollte vermieden werden
[...]
Diese, zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Artikel mittlerweile mehr als 650 wurden BUKUMA aber ich bin, aber ich bin nicht schätzen den Inhalt.
[...]
Ein anderer schrieb vor, sondern ein Tag oder onclick zu mir, und die Rückkehr falsche oder href javascript: void (0) und füllen Sie ein IKENAKU für sie.
[...]
Ich kam, um die Vorteile der Ressourcen nicht so heiß, zuerst umgesetzt Benutzung der Bibliothek nach der Praxis interessierten Parteien sollten sich auf den Inhalt einer guten Sache.
Alles klar? Was nützt mir die Unterstützung von zig Sprachen, wenn da so ein Kauderwelsch bei rumkommt? Man mag dem Service zu Gute halten, dass Beispielsweise die Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche wesentlich besser funktioniert. Das Ergebnis ist zwar grammatikalisch nicht korrekt, aber es ist immerhin möglich, den Sinn zu erfassen. Nur: Englisch kann ich selbst, und besser als Google Translate. Für japanische Seiten wäre der Dienst ein echter Mehrwert, wenn er denn brauchbare Ergebnisse liefern würde.
Arigato, Sayonara!






Mai 16th, 2008 at 17:13
Hallo,
dann übersetze doch von Japanisch ins Englische! Die meisten Sprachpaare werden nämlich über Englisch als sogenannte “pivot language” laufen. D.h. Japanisch -> Englisch -> Deutsch. Kein Wunder, dass da (noch) Kauderwelsch rauskommt. Die Systeme werden auf großen Datenmengen mit statistischen Methoden trainiert. Für die meisten Paarungen wird es aber keine bilingualen Korpora geben, auf denen man direkte Modelle schätzen kann; deswegen der zweifache Übersetzungsprozess. (Japanisch-Englisch für obige Seite ist da schon etwas besser.)
Gruß,
Yonker
Mai 16th, 2008 at 20:13
Zugegeben, bei Japanisch-Englisch kann man in etwa erahnen, worum es in dem Text geht. Von einer lesbaren Übersetzung ist das Ganze dennoch weit entfernt.
Mai 19th, 2008 at 15:14
Wobei ich bei einigen Ergebnissen durchaus aber auch mal von der Qualität überrascht bin. Trotzdem stimmt es, dass die Ergebnisse normalerweise besser sind, wenn man Englisch als Zielsprache bzw. Ausgangssprache benutzt. Translate ist für mich einer der nützlicheren Google-Services.
August 5th, 2008 at 3:13
[...] Maschinelle Übersetzungen von Texten sind nach wie vor eine Aufgabe, die Computer mehr schlecht als recht erledigen können. Kürzlich erst hatte ich mich über die mitunter miese Qualität von Google Translate Übersetzungen beklagt. [...]
Februar 10th, 2009 at 7:47
Auch wenn die Ergebnisse teilweise befremdend sind – mit ein wenig Phantasie – bekommt man den Text auch so auf die Reihe. Die kostenlosen Übersetzungen sind für mich immer wieder ein nützlicher Service.