Twitter, dezentralisiert
Die weltweit grosse Akzeptanz von Twitter hat dazu geführt, dass andere Microblogging Dienste quasi keine Chancen haben, sich zu etablieren, da ohnehin jeder auf Twitter zu finden ist. Dennoch führen die häufigen Ausfälle und technischen Probleme dazu, dass Leute sich Gedanken machen, welche Alternativen die Zukunft bereit hält.
Sehr vielversprechend ist der Ansatz eines dezentralisierten Systems, bei dem die Nutzer ihre eigenen Microblogs hosten können. Diese müssten sich am bekannten Standard (140 Zeichen pro Post, kein Titel) orientieren, sowie untereinander kommunizieren können, um die von Twitter gewohnten und inzwischen unverzichtbaren Features wie Followers und @-Replies ermöglichen zu können. In einem ausführlichen Post auf TechCrunch wird vorgeschlagen, XMPP und die bestehenden Blogsuchmaschinen für diese Kommunikationsschicht zu nutzen.
Spannende Sache, es sehr wahrscheinlich, dass eine derartige Lösung schon bald umgesetzt wird. Für Twitter ein herber Schlag, denn die Nutzer wären nicht mehr auf deren Infrastruktur angewiesen. Für die weltweite Netzkommunikation wäre ein derartiges System dagegen sicherlich ein Gewinn.




Mai 5th, 2008 at 13:36
Öhm … warum so kompliziert? Wie schon geschrieben sind das doch nur Microblogs. Abonnieren per RSS, Reply per Pingback. Müssen sich nur alle an die Nachrichtenlänge halten, aber im Prinzip ist das mit jeder Blogsoftware schon jetzt so möglich.
Grüße
Mai 5th, 2008 at 19:28
Naja, das st?ndige Pollen der Feed Clients ist ja, gerade bei Microblogs, nicht unbedingt effektiv. Die Idee, das durch einen Push-Service a la Jabber via XMPP zu machen, hat schon was.
Allerdings k?nnte man diesen Push-Servie in der Tat auch auf Basis von Pingback oder notfalls Trackback machen.
Jedenfalls hate ich die Idee, einen Service wie Twitter zu dezentralisieren, f?r sehr interessant.
Mai 5th, 2008 at 23:13
Halte ich auch für interessant, nur könnte man das zum Beispiel als Plugin für diverse Blogsysteme erstmal “antesten”. “Push” via Pingback ginge bestimmt.
Mai 14th, 2008 at 12:02
[...] dezentralisierung von Twitter schreitet voran: John Breslin weist in seinem Blog auf einen von ihm und drei weiteren Entwicklern [...]
Juli 3rd, 2008 at 6:44
[...] Das eigentliche Killerfeature könnte jedoch sein, dass Laconica, die Basis von Identi.ca, als Open Source Software zur Verfügung steht. Damit kann jeder hingehen, und einen Identi.ca Clone auf seinem eigenen Server betreiben. Da Laconica das OpenMicroBlogging Protokoll unterstützt, können solche Ableger von Identi.ca untereinander kommunizieren: Da ist es also, ein dezentralisiertes Twitter. [...]
Juli 5th, 2008 at 9:19
[...] – Twitter bekommt einen halben Open Source Klon zur Seite gestellt (ist noch etwas unfertig): Identi.ca. Laut Thomas Frütel basiert die Software auf dem Gedanken eines verteilten Systems: Das eigentliche Killerfeature könnte jedoch sein, dass Laconica, die Basis von Identi.ca, als Open Source Software zur Verfügung steht. Damit kann jeder hingehen, und einen Identi.ca Clone auf seinem eigenen Server betreiben. Da Laconica das OpenMicroBlogging Protokoll unterstützt, können solche Ableger von Identi.ca untereinander kommunizieren: Da ist es also, ein dezentralisiertes Twitter. [...]