Lifestream.fm: Konkurrenz für FriendFeed?
Bei Robert ist zu lesen, dass Mister Wong sich Lifestream.fm einverleibt hat. Letzteres soll vergleichbar mit FriendFeed sein, aber ich sehe da gravierende Unterschiede. Der Erfolgsfaktor von FriendFeed ist meiner Meinung nach nicht das schlanke Design oder die Usability. Viel mehr lebt FriendFeed dadurch, dass Kommunikation auf der Plattform stattfindet. Als Beispiel sei hier mal diese Diskussion eines Twitter Posts von Marshall Kirkpatrick aufgeführt, die sich auf FriendFeed entfalten hat:
“Your opinion sought: now that everyone has APIs and platforms, what’s next? smart, quick replies to be quoted”
April 23 at 1:37 am – Comment – Like – Latertimepilot, Devin Anderson, Chris Prakoso, Nils Hitze and 11 other people liked this (Un-like)
Making APIs and platforms useful to the non “tech elite”. Long way to go with that. – Jonathan
filtering out duplicate information across APIs (twhirl just asked me this question twice – in friend feed and twitter) …via twhirl – Sarah Davies
“Smart” social stream readers – filtering the information as it comes in, grouping of similar items (and/or elimination of dupes), tracking discussions, items from one’s most interesting friends would carry more weight, filter by groups/services/time frames, meme tracking based on your own social stream, more efficient display of the flow – highlight quality comments from your interesting friends, pay less attention to tweets with no links embedded, etc. – Aviv
API standards, like OpenSocial and the forthcoming DataPortability. – Mike Reynolds
Mega-apps!!
– Dave Winer
Better filtering mechanisms to reduce noise and prioritize content. I wrote about this the other day http://twurl.nl/n260oi – Mark Krynsky
I vote more filters and search. In a sense, what Google did with the web as a whole. An algorithm (like page rank) to prioritize all this data. – Jason Kaneshiro
smart clouds – Steven Hatch
content security, social geo tracking, and automatic trackbacking …via AlertThingy – Cesar H Castro Jr
[...]
Gespräche dieses Umfangs finden auf Twitter einfach nicht statt – andererseits würde heutzutage kaum noch jemand für eine einzelne Frage einen Blogpost eröffnen. FriendFeed schliesst hier eine Lücke zwischen klassischem Blog und Twitter. Neben der Kommentarmöglichkeit gibt es das »Like« Feature, mit dem ich aussagen kann, dass mir ein Item auf FriendFeed gefällt. Liked einer meiner Freunde etwas von einer Person, der ich nicht folge, so sehe ich dieses Item trotzdem in meinem Stream und finde dadurch neue, interessante Inhalte – ausser ich habe dies mit einem Filter unterbunden.
Auf Lifestream.fm finde ich nichts davon: Keine Kommentare, keine Likes, keine Filtermöglichkeiten. Es ist ein Aggregationsdienst wie es zuvor schon dutzende andere gab. Man kann Freunde hinzufügen, aber diese stehen dann isoliert da: ich kann entweder meinen eigenen Stream sehen – was bringt mir das? – oder den eines Freundes, jeweils chronologisch sortiert. Ich sehe in so einem Aggregator nicht ansatzweise das Potenzial eines Kommunikationswerkzeuges wie FriendFeed. Vielleicht kommt da in den nächsten Wochen noch einiges, aber bis auf weiteres hat sich Lifestream.fm für mich erledigt.




Mai 25th, 2008 at 12:52
[...] was zu Diskussionen führt, wie sie Twitter schlichtweg nicht ermöglichen kann. Ich hatte hier schonmal ein Beispiel dazu gebracht. Ein häufig wiederkehrendes Kommunikationsmuster ist, dass [...]