Mollom: Konkurrenz für Akismet? 1


Der Spamfilter Akismet, der Kommentarspam erfreulich zuverlässig erkennt ist ein wahrer Segen für Blogger. Ohne dieses Tool wäre die Moderation von Blogkommentaren schon lange ein nicht mehr handlebarer Prozess. Seit der Umstellung auf WordPress, die ich hier vor gut einem Monat vorgenommen habe, hat das Tool alleine im Webmaster Blog gut 13.000 Spamkommentare abgefangen, die ich andernfalls von Hand hätte aussortieren müssen.

Mit Mollom ist nun ein weiterer Dienst an den Start gegangen, der Blogger vor Spam beschützen möchte. Neben Kommentarspam will Mollom auch vor Kontakformular-Spam und automatisch generierten Fake-Accounts schützen. Dabei soll ein zweistufiger Prozess zum Einsatz kommen: Ist der Algorithmus nicht sicher, ob es sich bei einem Inhalt um Spam handelt oder nicht, wird der Benutzer aufgefordert, ein Captcha zu lösen. Derzeit soll der Service eine Erfolgsrate von 99.95 Prozent haben, so dass unter 10.000 Versuchen derzeit 5 Fehler liegen. Das System ist allerdings auch lernfähig und soll zukünftig noch genauer arbeiten.

Die Gründer sind Drupal-Erfinder Dries Buytaert sowie Benjamin Schrauwen, ein Experte für maschinelles Lernen. Ein sehr talentiertes Gründerteam, das grosse Hoffnungen in den Dienst legen lässt. Derzeit gibt es ein Drupal-Plugin für Mollom sowie eine Java Bibliothek um per XML RPC auf den Dienst zuzugreifen. Ein WordPress Plugin existiert derzeit noch nicht, allerdings sind die Betreiber auf der Suche nach einem WordPress-Entwickler, der ein entsprechendes Modul programmieren kann.

Der Dienst soll wie Akismet für gewöhnliche Websites kostenlos bleiben, für Sites mit sehr hohem Traffic wird es kostenpflichtige Premium Accounts geben. High-End Anwendern will man auch dedizierte Mollom Server anbieten.


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