Mit 12.000 Dollar zum Web2.0 Unternehmer 10


Venture Kapitalgeber Guy Kaswasaki zeigt uns, man vergebe mir die saloppe Ausdrucksweise, wie man mit Scheisse Geld macht, indem man das Branding des eigenen Namens in die Waagschale wirft: In seinem Artikel beschreibt er, wie er mit einem Investment von $12.107,09 eine erfolgreiche Website mit User Generated Content auf die Beine stellt, die über 200.000 Pageviews am Tag hat. Dabei hat er mit Geld förmlich um sich geworfen: 4.500 Dollar und 7,5 Wochen Entwicklungszeit wurden für die Umsetzung von Truemors verbraten. Ich habe mir die Site nicht bis ins letzte Detail angesehen, aber bin mir ziemlich sicher, dass das mit einem Bruchteil des Geldes und der Zeit möglich gewesen wäre. $399 gingen für das Logo drauf, $4.824,14 für rechtliche Absicherung und satte $1.115,05 um Domainnamen zu registrieren. Ich weiss nicht, inwiefern die hohen rechtlichen Kosten nötig waren, aber was den Rest angeht denke ich, dass man eine vergleichbare Site für weniger als $1.000 auf die Beine stellen könnte.
Ach ja, das Marketing: Wie konnte er es schaffen, in kürzester Zeit so einen Traffic auf die Site zu bringen? Dies ist der springende Punkt, denn er hat keinen Cent für das Marketing ausgegeben. Als erfolgreicher IT-Unternehmer rissen sich Blogs und Presse darum, über das neueste Projekt des Silicon Valley Stars zu berichten. Bis zum Launch berichtete alleine TechCrunch drei Mal über sein Projekt, was für satte 261.214 Pageviews und 14.052 Besucher am ersten Tag sorgte, die 405 Beiträge verfassten. Nachdem dann nach zwei Tagen der Inquirer die Site als »Worst Website Ever« darstellte, gab es noch mal 246.210 Besucher.
Andere Webmaster hätten vermutlich ein Vermögen für das Marketing ausgeben müssen, um auch nur Annähernd diesen Erfolg verbuchen zu können. Kawasaki dagegen konnte sich in der Gewissheit zurücklehnen, dass alleine sein Name einen Riesenbuzz auslösen würde. Geld macht die Site soweit ich weiss derzeit noch keines, aber langfristig sollte einer erfolgreichen Monetarisierung nichts im Wege stehen, wenn die Besucherzahlen und das Interesse anhaltend hoch bleiben.


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10 Gedanken zu “Mit 12.000 Dollar zum Web2.0 Unternehmer

  • Rainer

    Ich glaube nicht, dass Guy Kaswasaki sich mit dieser Aktion einen Gefallen getan hat. Ausnahmsweise schließe ich mich der saloppen Ausdrucksweise an, das Projekt ist Scheisse!
    Und zu sagen, “Hey Leute, ich kann mit 12.000 Dollar einen Haufen Scheisse machen, und damit auch noch Geld verdienen” ist glaube ich etwas zu arrogant für die Community.

    Ich glaube auch nicht, dass sich dort längerfristig Publikum einfinden wird.

    Also, die ganze Aktion war arroganter Mist.

  • Martin Enzenhoefer

    Es ist doch zum kotzen! Sorry aber hier kann ich mich euch nur anschließen. Da sieht man mal wieder Geld regiert die Welt. Wenn man selbst versucht mit einer Seite Geld zu verdienen(auch wenn es in Richtung MFA geht) bekommt man einen Stein nach dem anderen in den Weg gelegt. Man muß es nicht verstehen?

  • Dollarmen

    Neid ist kein guter Ratgeber.

    Kritikern werden höchst selten Denkmäler gesetzt. Doch Menschen die ein Denkmal bekommen, wurden ihr Leben lang kritisiert.

    Nicht das ich scharf auf ein Denkmal bin.

  • cl

    den ruf musste er sich auch erst einmal aufbauen!
    heute mag er davon profitieren – und dennoch ist es bemerkenswet mit dem budget diese nutzerzahlen zu erreichen.

  • Card

    Finde das Projekt gut, weil es zeigt was geht.
    Der Typ mit der Million-Dollar-Homepage war ja eben nicht berühmt vorher und hat nur mit einer Idee (& einem Quentchen Mediensupport ;)) sein Ding gemacht.
    Kawasaki wollte sich vielleicht nur beweisen, dass er es noch bringt, aber grundsätzlich finde ich jeden Versuch allein deshalb interessant, weil er neue Informationen über die Dynamik im Web bringt oder bekannte Infos bestätigt bzw. widerlegt – ist gut für alle die’s interessiert.

  • UMTS

    Klingt alles Super, aber mit nen bißchen Eigeninitiative ist so etwas in der Richung auch möglich. Natürlich brauch man dafür entschieden länger als ein paar Tage.

  • PHP Hamster

    Naja letztendlich kann man nicht viel draus mitnehemen, denn wie gesagt, der Erfolg kam durch seine vorherige Bekanntheit, lässt sich also nicht von unsereinem reproduzieren :/