Internetzensur in Südkorea
Weil bei Yahoo Korea vor einer Woche ein pornographisches Video die Hitlisten stürmte, machen sich koreanische Politiker jetzt Gedanken darüber, wie sie Ihr Volk vor bösen Einflüssen aus dem Ausland schützen können:
Suh Byung-jo vom Ministerium meinte, man sei nun zu dieser Maßnahme wegen der Vorfälle gezwungen, auch wenn ein direkter Zusammenhang mit ausländischen Porno-Websites nicht zu erkennen ist, da die Fotos und Videos offenbar im Land von Südkoreanern hochgeladen wurden. [...] Zudem ist es eine riesige Aufgabe, alle Porno-Websites zu blockieren. Aber wir glauben, wir müssen in der Lage sein, den Zugang zu einer hässlichen Website zu verhindern, wenn wir davon in Kenntnis gesetzt werden. [Quelle: Telepolis]
Nun ist der Begriff einer »hässlichen Website« ja schon recht schwammig, und es drängt sich der Verdacht auf, dass hier der Schutz vor Pornos wieder als Vorwand herhalten muss, beliebige Inhalte zu kontrollieren und bei Missfallen zu zensieren. Fragt sich noch, ob dies die allgemein vorherrschende Meinung südkoreanischer Politiker ist, oder ob Suh Byung-jo nur der Beckstein des eigentlich sehr fortschrittlichen Landes ist.






Juni 23rd, 2007 at 14:56
Was ist da jetzt denn draus geworden?
Weiß das jemand?
Würd mich mal interessieren.
Juni 24th, 2007 at 15:18
Ja – Google hat einen Filter eingesetzt, welcher halt die Inhalte, welche als FSK18 eingestuft wurden, via Altersabfrage im Zugriff einschränkt.