Was verdient ein Blogger in Deutschland?
Nicht viel, wenn man sich die Auswertung ansieht, die Robert Basic aus einer Umfrage in seinem Blog erstellt hat. Von 47 ausgewerteten Blogs sind gerade einmal vier dabei, die mehr als 1.000 Dollar monatlich erwirtschaften. Ok, die Nummer eins mit 9.100 Dollar, laut eigenen Angaben ein Erotikprojekt, kann sich sehen lassen.
Ob die Umfrage repräsentativ war, sei dahingestellt. Ich weiss, dass Leute, die mit ihren Websites echten Gewinn machen, dies selten an die grosse Glocke hängen, auch wenn die Umfrage, wie im vorliegenden Fall, anonym war. Andererseits neigen die kleinen Fische gerne zu Übertreibungen, was den Erfolg ihrer Web-Imperien angeht.
Interessant ist, dass die Top-Verdiener der Umfrage nur einen relativ geringen Teil ihrer Umsätze mit Adsense generieren, was ja von vielen noch immer als erste Wahl zur Monetarisierung gesehen wird. Möglicherweise sind Partnerprogramme und verkaufte Werbeplätze in thematisch focussierten Blogs doch eine effektivere Umsatzquelle, als oft angenommen.






Januar 14th, 2007 at 20:55
Nun, ich hatte ja vor längerer Zeit schon mal erwähnt, dass Adsense in D für Blogs wenig bringt (Sexblogs mal ausgenommen
). Wenn man mit Bloggen Geld verdienen will, muss man etwas anders vorgehen und kommt auch auf ordentliche Stundesätze. Aber Anzeigenverkauf allein bringt es nicht. nein, auch nicht der Verkauf von Gratislaptops isses
Ich hatte ja vor längerer Zeit mal nen Artikel mit dem Titel “der blogger als freiberufler” gepostet. Die dort erwähnte Taktik geht durchaus auf
Januar 14th, 2007 at 22:24
@Oliver: Sexblogs nicht ausgenommen, denn da bringts einfach nur gar nix.
@Webmaster: ich glaube du übersiehst, dass die Umfrage zwar interessant, aber nicht repräsentativ ist. Es gibt mit sicherheit einige blogger die da im oberen bereich (wenngleich evtl. nicht höher als der erste) mitverdienen und entweder Robert nicht lesen oder einfach kein interesse daran haben die Zahlen da einfließen zu lassen. Letzteres hast du ja selbst oben schon etwas angeschnitten.
Den letzten Absatz kann ich gar nicht so sehen. Adsense ist deshalb die Nummer 1 Monetarisierung, weil sie a) leicht zu kriegen und b) leicht zu managen ist. Direkte Partnerschaften bringen bekanntermaßen mehr Umsatz – nur muss man da eben erst rankommen und für 98% der deutschen (und auch internationalen Blogger) ist das eher unwarscheinlich. Andere Alternativen (z.B. einzelne Partnerprogramme) sind im Vergleich zum Erfolg viel zu schlecht und aufwändig zu managen.
Januar 15th, 2007 at 12:37
@ OliverG … teile deine Meinung und die Taktik macht es
@ Webmaster … ich gebe Dir Recht das AdSense leicht zu bekommen und umzusetzen ist, aber man sollte gerade die PP´s net vergessen. Die haben damals schon reiche Mitbürger hervorgebracht und das geht Heute ebenso noch und in jedem Bereich. Ich glaube man sollte bei PPs einfach den Leute VORHER sagen, was sie HINTERHER bekommen, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch sehr hoch, bei korrekter Beschreibung gute Sales zu ziehen. Man darf bei den PPs nicht ausser 8 lassen, das es Kampagnen gibt, welche mal schnell 50 bis 120 Euro pro Lead an Dich abgeben, was man mit AdSense nicht in Kontinuität errreichen kann. Optimal ist es doch beides gut vermischt im Angebot zu haben…
Januar 16th, 2007 at 13:39
Nun ob repräsentativ oder nicht – 4 aus 47 sind immerhin fast 10 Prozent!
Wenn ich als Freizeitblogger zu den 10 Prozent gehörte, würde ich überlegen meinen Beruf an den Nagel zu hängen.
Und welche Werbeform am effektivsten ist, dürfte von den Bloginhalten abhängen.
Typische Tagebuchinhaltsblogger dürften am einfachsten und schnellsten lukrative Einnahmen mit Google Adsense erzielen.
Produktbezogene Nischenblogger finden enormes Verdienstpotenzial eher in entsprechenden Partnerprogrammen.
Januar 27th, 2007 at 12:43
Wobei man auch bedenken sollte, dass 1000 Dollar ca. 760 Euro sind, also knapp über dem Sozialhilfe-Niveau. Als Freiberufler/Gewerbetreibender fallen nun weiterhin auch Kosten an, nicht zuletzt ist allein die Krankenversicherung mit gut 300-400 Euro monatlich anzusetzen. Um wirklich von einer Webseite “leben” zu können, sollten es dann schon so 2500$ sein. Und ich denke mal, da wirds in Deutschland schon recht dünn.