Beckstein vs. Killerspiele 28


Wie gelegen mag manchem Politiker der Amoklauf von Bastian B. in den Kram passen. Günther Beckstein (CSU), der schon in der Vergangenheit durch seine Medieninkompetenz zu begeistern wusste, meldet sich zu Wort:

Der bayerische Innenminister Günther Beckstein forderte, „Killer-Spiele“ sollten „in der Größenordnung von Kinderpornographie eingeordnet werden, damit es spürbare Strafen gibt“. (Tagesschau)

Ja wie praktisch, dann kann man ja weitere Überwachungsmassnahmen durchsetzen, um sicherzustellen, dass keiner in Deutschland solche bösen Spiele spielt. Nebenbei werden da bestimmt jede Menge Daten gesammelt, die Herr Krings und Herr Schäuble toll zur Verfolgung von raubkopierenden Terroristen nutzen können. Ach ja, Bastian B. hatte auch ein Blog. Wie wäre es denn mit einer verdachtsunabhängigen Generalüberwachung von Bloggern? Scheinen ja lauter Terroristen, Kinderschänder, Raubkopierer und Amokläufer zu sein, diese Blogger.
[via FUCKUP Weblog]


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28 Gedanken zu “Beckstein vs. Killerspiele

  • seekXL

    Hi Thomas,

    also ich bin leidenschaftlicher Ego Shooter Spieler, sicher schon seit 12-13 Jahren. Bereits aus Zeiten, wo Doom 1 in dem Segment den Maßstab darstellte und Duke Nukem ein Technologie Fortschritt bedeutet hat.

    In unserem Shooter Clan sind wir fast 20 Leute, alles Erwachsene etc. (Polizisten, Fernfahrer, querbeet aus jedem Bereich den man sich so denken kann), wenn ich nun das lese was unser CSU Kämpfer da meint von sich zu geben, da fragt man sich doch ernsthaft ob der Tagsüber zuviel freie Zeit hat oder? Aber es ist doch bewiesen, das es biologische Defizite bei den Chromosonen gibt oder so, welche das gestrige handeln, sicher später auch an den Tag gebracht hätte…

    Naja … ohne Worte und Schade, wie schon iKA schriebm, das das Thema zu traurig ist, als das man noch lachen kann…

  • M@T

    Leider suchen unsere “medienkompetenten” Politiker nicht nach den wirklichen Ursachen.

    Wie bitteschön kann es sein, daß ein 18jähriger sich “freiverkäufliche Waffen” besorgen kann und wie kann es sein, daß er Sprengstoff besitzt?
    Das sind Themen, mit denen sich die Damen und Herren Politiker auseinandersetzen sollten. Sie sollten sich fragen, warum es Kinder und jugendliche gibt, die mißhandelt und unterdrückt werden.

    Computerspiele sind hierfür nicht verantwortlich. Aber warum sollte man sich darüber Gedanken machen? Es ist einfacher noch eine weitere Industrie/Branche kaputt zu machen als nach den wahren Gründen zu forschen.

  • dl9ocj

    Was ich wirklich traurig finde ist, dass in allen Kommentaren, die ich bisher gelesen habe “immer die Anderen” die “Hauptschuld” tragen.

    Warum?

    Sind wir unfähig unser eigenes Verhalten auf Fehler zu überprüfen?

    Ich bin Mutter von 3 Kindern (22, 16, 9 Jahre),Webmaster und Mitglied in der CDU.
    Als Mutter würde ich es nicht befürworten wenn meine Kinder unter 18 solche Spiele spielen würden.

    Als Webmaster möchte ich in keinem Projekt mitarbeiten, indem es um Gewaltspiele geht (meine ganz subjektive Meinung denn ich mag keine Gewalt). Wobei ich ganz klar betonen möchte, dass ich niemanden verurteile nur weil er diese Spiele entwickelt oder spielt!
    Nur ich persönlich möchte es weder spielen noch an so etwas mitarbeiten.

    Als “Hobbypolitikerin” wünsche ich mir, dass endlich einmal jemand dass Kind beim Namen nennt, damit wir die wahren Ursachen bekämpfen können! Denn egal, was immer wir im Leben für Rollen ausfüllen, eines ist immer gleich: Wir sind alle samt die Erwachsenen und tragen die Verantwortung für unsere Kinder und Jugendlichen, egal ob es nun unsere eigenen Kinder sind oder nicht!

    Die vielen unterschiedlichen Sichtweisen, sollten uns die Möglichkeit geben, die wirklichen Ursachen zu finden. Das setzt allerdings voraus, dass alle wirklich den Wunsch haben, die Ursachen zu finden.

    Oder reicht es aus die Ansicht anderer herrablassend zu kommentieren? War es nicht genau dieses Verhalten wofür Sebastian B. kein Verständnis aufbringen konnte?

    Mir jedenfalls reicht das nicht! Wenn wir wirklich dauerhaft etwas ändern wollen, dann kommen wir nicht umhin unser eigenes Verhalten kritisch zu prüfen und GEMEINSAM an einer Lösung zu arbeiten. Wir sollten diesen Vorfall zum Anlass nehmen, genau das zu tun.

    Für den Anfang sollten wir üben MITEINANDER zu reden. Auch wenn uns die Meinung der anderen Seite anfänglich zu hart erscheint. Meine Erfahrung in etlichen IT-Projekten hat gezeigt: Sobald beide Seiten bereit sind sich die Argumente des anderen anzuhören ohne gleich wütend unter die Decke zu gehen finden sie eine Lösung. Der Grund: Jeder überdenkt die Argumente des anderen und stellt meist fest, dass diese zumindest ein Fünkchen Wahrheit beinhalten. Sobald die Gegenseite merkt, dass man seine Argumente nicht mehr nur torpediert sondern ernst nimmt tritt eine Änderung im Verhalten ein. Die Sichtweisen werden nicht mehr so kompromisslos formuliert, sondern abgemildert und wirken nicht mehr so bedrohlich. So entsteht nach kurzer Zeit eine echte Zusammenarbeit.

    Von den Politikern wünsche ich mir, dass sie den Entwicklern zuhören, denn nur so kann ein vernünftiges Programm zur Medienkompetenz auf den Weg gebracht werden.

    Von den Webmastern wünsche ich mir, dass sie die Argumente der Politik zumindest ein wenig überdenken. Wäre eine Altersbeschränkung wie bei Filmen ein Weg? Wenn nein, dann sollten die Entwickler der Politik einen sinnvollen Vorschlag machen.

    Und die Eltern und Lehrer? Die werden wohl auf die Hilfe der Entwickler und Politiker angewiesen sein, um zukünftig richtig zu reagieren.

    Es gibt viel zu tun, packen wir es an….

  • Webmaster Beitragsautor

    Danke für den ausführlichen und differenzierten Kommentar. Wenn man nicht gutheisst, dass die eigenen Kinder “Gewaltspiele” spielen ist ein nachvollziehbarer Standpunkt.

    Aber ist es wünschenswert, dass Jugendliche (und sogar Erwachsene) strafrechtlich belangt werden können, wenn sie es dennoch tun? Genau das wäre ja die Konsequenz, wenn man den Vorschlag von Herrn Beckstein umsetzen würde.

  • seekXL

    @ Webmaster … naja das was Beckstein von sich gegeben hat, schläft ja weit am Ziel vorbei. Ich finde den Standpunkt unserer 3-fach WebMom und Hobbypolitikerin gut. Der trifft es recht gut und zeigt Ansätze die man aufgreifen könnte. Leider weiss man in Deutschland nur zu gut, das noch 3-4 derartige Vorfälle passieren, bevor diesbzgl. wirklich mal Dinge bewegt werden, die sowas verhindern.

  • dl9ocj

    @ Webmaster
    Leider kenne ich den Vorschlag von Herrn Beckstein nicht vollständig. Auch ich halte einen “Rundumschlag” für völlig überzogen.

    Vor allem würde es am eigentlichen Problem nichts ändern. Solange wir Mobbing und reale Quälereinen an Schulen zulassen und dies sogar noch als „Normal“ hinnehmen statt als Erwachsene sinnvolle Wege der Kommunikation aufzuzeigen, solange müssen wir sicher niemanden einsperren nur weil er diese Spiele spielt.

    Das Problem liegt tiefer. Wir hören auf uns für die Belange und vor allem für die persönliche Entwicklung unserer Jugendlichen zu interessieren sobald sie das zarte Alter von 13 Jahren erreicht haben. Besonders bei Jungen ist dies ganz extrem. Sie sehen erwachsen aus und deshalb glauben wir nur was wir sehen und denken alle wären jetzt erwachsen.

    Aber gerade in dem Alter beginnen verstärkte „Machtproben“. Erst dumme Sprüche und leichtes Gerangel. Wird dies akzeptiert, dann steigert sich das ganze. Greift hier kein Erwachsener ein, steigert sich das bis es für die Opfer unerträglich wird. Sie leiden Seelisch und ihre Persönlichkeit hat keine Möglichkeit sich zu entwickeln.

    Nach außen reagieren Mädchen meist etwas anders als Jungen. Die Jungen verschließen sich, ziehen sich zurück und versuchen sich möglichst nicht anmerken zu lassen, dass sie eigentlich ebenso verletzlich sind wie Mädchen.

    Hier müssen wir etwas Ändern! Angefangen mit dem Bewusstsein der Bevölkerung. Wir dürfen nicht aufhören uns um die Jugendlichen zu kümmern, nur weil sie jetzt Teenager sind! Klar sie sind schon sehr selbständig und wollen viele Dinge selbst entscheiden, aber sie benötigen unsere Hilfe und unseren Rat bei der Meinungsfindung. Ich gebe zu das ist anstrengend aber wichtig.

    Wenn Kinder klein sind bringen wir ihnen bei, das man nicht jedes andere Kind einfach verhauen oder beschimpfen darf. Wir werden nicht müde es unseren Kindern bei jeder Gelegenheit zu sagen.

    Aber ab einem gewissen Alter der Kinder ändern WIR unser Verhalten, nicht die Kinder. Die sind immer noch der Meinung dass von uns aufgestellt Regeln gelten. Sie verstehen unser plötzliches Wegsehen nicht und fühlen sich allein gelassen. Sie grübeln was unser verändertes Verhalten bedeutet und versuchen sich darauf einzustellen, womit sie in der Regel völlig überfordert sind.

    Wenn wir wollen dass sich etwas ändert, müssen wir lernen unser Verhalten zu ändern. Schuldzuweisung und blinder Aktionismus hilft niemandem. Wir sollten vielleicht erst einmal lernen, dass auch Jungen das Recht haben, sich bei realer Gewalt gegen ihre Person schlecht fühlen dürfen. Schließlich sind wir alle Menschen und ich denke niemand von uns möchte gern Mobbing ausgesetzt sein,oder?

  • Mel

    Anstatt ständig auf den Spielern so genannter “Killerspiele” rumzuhacken sollte man vielleicht mal den Eltern mehr auf die Finger schauen.

    Ich arbeite nebenbei in einer Videothek und bin immer wieder total fassungslos, wenn Eltern versuchen, ihre noch nicht volljährigen Sprösslinge mit in diese reinzuschleifen, obwohl wir groß, breit und blinkend an unserer Eingangstür stehen haben: “Kein Zutritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.”
    Die guten Erziehungsberechtigten können dabei SEHR ausfallend werden. In meinem knappen Jahr, welches ich in dieser Videothek arbeite habe ich mein Schimpfwortevokabular locker verdreifacht. Danke, liebe Eltern. Ihr seid tolle Vorbilder.

    Noch toller finde ich allerdings die Eltern, die versuchen, für ihre Kinder irgendwelche Spiele auszuleihen, die eindeutig als “nicht unter 18” gekennzeichnet sind. Nur, damit die lieben Erwachsenen ihre Ruhe haben und ungestört vor der Glotze rumhängen können. Wär ja noch schöner, wenn man sich auch noch mit den eigenen Kindern beschäftigen müsste…

  • Max

    Ich finde, die haben nen Schatten, die Politiker!

    http://www.gegen-willkuer.com – Das is ’ne geile Seite, hat mir ein Kollege per ICQ geschickt.

    Die haben interessante News und man kann für Computerspiele voten…und da is nichmal Layer-Ad-Werbung oder wie sich das schimpft. Frag mich, wie die das bezahlen, egal. Finde das is ne gute Sache!

    LG,
    Max

  • ButWeAreFuture

    Der Grundgedanke Waffen Spiele Computer Autos oder irgendetwas zu Bösem zu nutzen ist Die Ursache Sämtlicher Probleme auf dieser eizigaritigen blauen Murmel Namens Erde!
    Ethik ist grob gesagt die Lehre zu vernünftigen Handeln!
    Ich bin einer dieser Spieler von spielen wie Quake und Doom jedoch distanzieren sich die meisten dieser Spieler auch von CounteStrike.
    Denn in diesen Spielen geht es schlieslich darum die Erde vor einer Invasion von Aliens zu schützen und den Teufel zu bekämpfen(doom)! Ich denke dieses zu verbieten würde mit der Ethik von Herrn Beckstein nicht übereinstimmen! Da man wie gesagt gegen das böse kämpft!!! Und dafür die Menschliche Rasse zu schützen!! Das zu verbieten verwirrt unsere ohnehin schon verwirrte Jugend noch viel mehr!(Manche Politiker machen halt alles für Geld!)
    Wir sollten wie die nette Mutter der 3 Kinder schon gesagt hat lernen zu komunizieren…und vorallem zu lernen das Gewalt nur noch mehr Gewalt hervorruft!!!
    Und nicht einfach irgendetwas wovon man keine Ahnung hat zu verbieten lieber Herr Beckstein!
    Denn Adam und eva haben auch nicht darauf gehört das man von diesem einem bestimmten Baum nicht essen darf und warum weil ihnen wahrscheinlich keiner gesagt hat warum das so wichtig ist davon nicht zu essen!
    Zu herrn Beckstein kann man eigentlich nur sagen Gut gebrült Löwe Oder sollte ich kitte kätzchen sagen???

  • evilboy

    In Baden-Württemberg haben sie heute wieder eine Warnung vor einem angeblich morgen geplanten Amoklauf in die Luft gesetzt.

    Natürlich konnte ich es nicht lassen, darüber in meinem Blog zu schreiben.
    Trotzdem erscheint es mir sehr spanisch, dass die Pressemitteilung des Kultusministeriums das mit den “Killerspielen” so in den Vordergrund stellt.

  • Philippe I.

    Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorad, Motorad.
    Ist dies vllt ein Grunf weswegen ich meiner Oma verbieten sollte Motorad zu fahren?

  • Andre

    Computerspiele allein machen nicht agressiv ,den in der umgebung in der man aufwächst spielt eben so eine rolle wie was man spielt. z.b. wen man in new york ohne Freunde aufwächst ist man deutlich argessiver und gewaltbereiter,als wenn man in einer Kleinstadt mit freunden Aufwächst.
    sollen jetzt alle Computerspiele verboten werden, weill irgendsoein assi ohne Freunde in wo war das noch gleich Amok läuft.

  • Ragory

    Günther Beckstein ist promovierter Jurist. Also muss er wissen, dass seine unerträglichen Vorschläge, mit denen er sich ständig als Bayerischer Innenminister in die Bundespolitik einzumischen versucht, verfassungs- und grundgesetzwidrig sind. Offenbar geht es ihm darum, die Verfassung zu unterminieren und weitgehend außer Kraft zu setzen. Besitz- und Eigentumsgarantien sowie die freie Entfaltung der Persönlichkeit sind geschützte Grundwerte, die erst dann ihre Grenzen finden, wenn dadurch andere Menschen geschädigt werden. Dies ist bei sog. “Killerspielen” natürlich nicht gegeben.

    Wenn Beckstein sich außerdem für ein NPD-Verbot einsetzt, sollte er sich am besten selbst gleich mitverbieten.

  • O-YaMa

    da hat der arsch ja sein fressen gefunde.. solche deppen… ob die amokläufer ihre motivation nun im game oder vor der glotze finden is doch im grund scheiß egal… wer töten will, tu es auch und wenn die so ne sache weiter aufziehn wirds mehr nachahmer als wirklich verrückte geben… aber das passt den politikern richtig gut in die suppe.. endlich haben die was gefunden, auf dass sie ihre inkompetenz schieben können. und in diesem land hier soll man frei sein ? naja ich weiss ja nicht, wo kontrolle und verbot etwas spielen zu dürfen frei sind ?

  • CSSvsBeckstein

    Das ist echt sowas von arm…Ich frage mich ernsthaft für was Politiker wie Beckstein überhaupt Geld bekommen???

    Und es hört sich jetzt bestimmt blöd an, aber selbst wenn so ein Verbot kommt (was sowieso niemals Wirkung zeigen wird) und dann der nächste Amok läuft…was wird wohl dann der Grund sein??? oder was wird dann verboten???

    Die sind doch sowas von lächerlich!!!

  • Detlef

    Hallo

    ich spiele Killerspiele. Ich spiele sie gerne und zwar auch sehr brutale Killerspiele bei denen man z.B. Körperteile abtrennen kann etc..
    Ich spiele allerdings auch andere Computerspiele die weniger auf exzessive Gewaltdarstellungen setzen.
    Ich spiele jetzt zwar nicht 12 Stunden am Tag sonder eher so 12 Stunden in der Woche aber trotzdem zähle ich damit wohl eher zu den Vielspielern.

    Ich als Spieler kann es aber auch gut verstehen, dass vorallem Leute, die weniger mit solchen Spielen am Hut haben, diese Spiele als abscheulich empfinden, gerade dann, wenn sie solche extrem brutalen Spiele z.B. im Fernsehen sehen, wo dann in Splattermanier Leute am laufenden Band zerstückelt werden.
    Besonders bedenklich finde ich es, dass eventuell Kinder diese Spiele konsumieren könnten und teilweise auch leider auch machen.
    Dies ist ein Problem welches man nicht ignorieren darf. Ich habe zwar keine Kinder aber ich hätte schon mehr als ein mulmiges Gefühl, wenn ich wüsste das meine Kinder so etwas spielen würden.

    Trotzdem will ich ja nicht leugnen, dass eine ungeheure Faszination von solchen Spielen ausgeht, die viele (mich eingeschlossen) in ihren Bann zieht.
    Deswegen halte ich ein totales Verbot auch für nicht nur sinnlos, sondern auch im höchsten Maße kontraproduktiv, da gerade Jugendliche dazu neigen etwas
    eher zu tun, wenn es verboten ist.
    Ein Verbot ist wie eine Auszeichnung für das Spiel. Besonders dann, wenn garnicht ausreichend begründet werden kann, warum das Spiel überhaupt verboten ist.
    Das Problem liegt meiner Meinung nach garnicht im Killerspiel, sonst könnte ich mich ja auch gleich als blutrünstige Killermaschine bezeichnen, vielmehr in der (Un)fähigkeit moralisch zu denken und zu handeln.
    Hier liegt für mich ein wesentlicher Unterschied zwischen Fiktion und Realität, den manche vielleicht nicht nachvollziehen können.
    Meiner Meinung nach, ist das moralische Denken (Handeln), zum Großteil eine erziehungsabhängige Eigenschaft eines Menschen. Ich glaube schon, dass gewisse elementare Grundprinzipien, im Unbewussten verankert sind, aber im Wesentlichen nicht. Dies ist natürlich eine schwierig zu beantwortende Frage.
    Ich glaube auch (Meinung), dass moralisch gefestigte Menschen, also Menschen, die Moral erlernt haben, Killerspiele spielen können so viel sie wollen, ohne dass es eine Auswirkung haben könnte.
    Natürlich könnten moralisch ungefestigte Menschen meiner Meinung nach schon negativ beeinflusst werden, wenn sie Killerspiele spielen. Es gibt da natürlich 180 millionen unterschiedliche Studien die alle unterschiedliche Ergebnisse haben. Aber wenn man jetzt sogar vom Schlimmsten ausgeht, dass diese Menschen eher geneigt sind gewalttätig zu werden(bzw. Amok zu laufen) als hätten sie nicht gespielt, selbst dann stell ich mir die Frage, ob dies dann auch immer die einzige Ursache ist. Selbst wenn dies die einzige Ursache wäre, dann lassen sich natürlich noch andere Fragen stellen, wie z.B. mit Verantwortung des Umfeldes, der Eltern der ganzen Gesellschaft.
    Denn nur weil man Killerspiele spielt, muss man doch nicht Gewalt in der realen Welt gut finden oder gar ausüben.
    Der verantwortungsvolle Umgang mit potentiell gefährlichen Sachen kann meiner Meinung nach trainiert werden.
    Es gibt halt Dinge, die Teil unserer Gesellschaft sind (Zigaretten, Alkohol, Killerspiele, Horrorfilme, Pornos), die man aber nicht so ohne weiteres einfach wegdiskutieren oder gar verbieten kann, weil die Nachfrage einfach zu groß ist.
    Ich z.B. hätte auch nichts dagegen, wenn man das Rauchen komplett verbietet (ohne Einschränkung). Zudem man hier ähnliche Argumente findet wie bei Killerspielen. Durch Rauchen sterben mehr Menschen als durch Killerspiele, und das Rauchen bringt dem Staat nur scheinbar Geld durch die Steuereinnahmen,die im Gegenzug durch die immensen Gesundheitsfolgekosten gleich wieder aufgezehrt werden. Zudem sind die folgen des Passivrauchens unberechenbar.
    Solch ein Verbot wäre natürlich völlig utopisch, weil dann der Schmarzmarkt unkrontollierbaren Zuwachs haben würde,
    oder die Leute versuchen sich die Zigaretten anders zu besorgen.
    Ein verantwortungsvoller Umgang muss trainiert, was natürlich nicht einfach ist.

  • detlef

    Ein verantwortungsvoller Umgang muss trainiert werden, was natürlich nicht einfach ist.
    Als erstes ist natürlich Aufklärung wichtig, für die eine gewisse Kompetenz notwendig ist.
    Diese Aufgabe könnten sich verschiede Elemente der Gesellschaft teilen.
    Die Medien wie Fernsehen und Zeitung z.B. sollten dies auch tun und nicht immer nur polarisierende Berichte bringen. (wird aber auch schon positiv gemacht).
    Insbesondere für Killerspiele sollten Spieler sich auch mal austauschen mit Nichtspielern und ihre Erlebnisse Kenntnisse etc. vermitteln.
    Aufklärung alleine reicht natürlich auch nicht aus, deswegen sollte man auch versuchen vernünftig miteinander zu diskutieren (bzw. kommunizieren) und zwar möglichst sachlich.
    Ignoranz oder Arroganz (von beiden Seiten), führen natürlich zum Stillstand in der Diskussion.
    Leider ist es nicht immer einfach eine sachliche Diskussion zu führen, wenn die Fronten eh schon verhärtet sind.
    Außerdem lässt sich auch nicht jedes Problem (sofort) lösen.
    Die Fähigkeit auch mal nachzufragen und auch mal kritisch nachzufragen sollte man genauso benutzen wie auch mal sein eigenes Handeln kritisch zu überprüfen.

    Ich begrüße auch Forderungen in der Schule eine Art Gesellschaft(s)kunde als Schulfachach einzuführen, auch wenn es nur einmal wöchentlich ist. In diesem insbesondere solche Phänomene erörtet werden können mit den Schülern wie z.B. Killerspieler, Medien oder auch soziale Probleme, anstelle einer Kurvendiskussionen zum 135mal an einer Funktion.
    Ich will damit nicht sagen, dass man auf den anderen Unterricht jetzt stark verzichten muss.
    Statt eines Religionsunterrichts, könnte ich mir auch einen Moral/Ethik Unterricht vorstellen, aber ich weiss, dass auch hier die Meinungen weit auseinander gehen.

    Die Welt in der wir leben ist leider meistens nicht so, wie man sie gerne hätte. Aber will man die Welt verändern, sollte man dies wohlüberlegt machen und nicht mit der Brechstangen, indem man absehbare Folgen bewusst ignoriert oder nicht wahrhaben will.
    “Probleme” werden nicht dadurch gelöst, dass man sie verbietet, oder immer einem einfachen Ursache-/Wirkungprinzip
    gehorchen, sondern die Chance besteht vielmehr darin, die wirklichen Ursachen und Zusammenhänge zu analysieren.

  • Sind Ballerspiele an so etwas schuld?

    Also ich finde die Eltern sind genau so mitschuld von den Kindern Die Killerspiele spielen und verückt werden. Wieso verbieten die es net? Und wenn mann keine 18 ist kriegt mann solche spiele net und wenn die es trotzdem bekommen dann ist der Verkäufer ein Wi….. oder ein ältere aus der verandschaft hat es gekauft.

    1.) Die Eltern sollen mehr aufpassen
    2.) Alle Killer/Baller spiele wo viel Blut rausspritzt ist ab 18 also. Und wenn einer der unter 18 ist es kauft und verückt wird und jemanden umbringt oder was weiß ich was noch, dann können die Eltern diese Firma nicht verklagen weil da steht GROß drauf ab 18.
    3.) Immer wieder wird gesagt Counter-Strike müsste abgeschaffen werden. Warum? nur weil manche ihre Finder net still halten können. Und es wurde bewiesen dass Counter-Strike nicht daran schuld ist. Die Politiker und Medien schieben dass einfach auf Counter-Strike weil die sonst Keine Ahnung haben warum so etwas passiert.

    4.) Ich spiele auch killer und baller spiele w. z.B. Und bin ich jetzt ein Mörder oder was? Mann muss verückt sein geistich verückt um jemanden abzuknallen nur weil mann cs süchtig ist. Dass ist meine Meinung viel Spaß beim lesen.

  • Sind Ballerspiele an so etwas schuld?

    4.) Wie z.B. Counter-Strike, Manhunt, Killzone und noch vieles mehr.

  • Killerspielspielerin

    Killerspiele machen dumm, aggressiv und führen zu Realitätsverlust.
    Diese Tatsache konnte jetzt eindeutig am Beispiel mancher CDU/CSU-Politiker nachgewiesen werden. ^^

  • kaddy

    hey,was ist das hier für eine disskusion? kann mir mal einer sagen was denn hier mit “killerspiele” eingentlich gemeint ist? ich bin 14 und versuche ständig im i-net was ordentliches zu spielen ,aber das “brutale” an den spielen ist doch wohl nur,dass sie si langweilig sind….

  • Markus

    Alles wollen sie einem verbieten! Lasst euch nicht annerven, macht eine klare Ansage mit dem “I love Killerspiele” T-Shirt oder Pulli. Blutspritzer inklusive ; Auch als Mousepad und Messenger Bag.

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  • Timm

    ich bin auch klar gegen ein verbot von killerspielen.
    allerdings muss man auch einmal betrachten,dass filme,pc spiele,die medien generell immer brutaler werden und jeder der das sieht dadurch abstumpft.

  • barakonda

    Jugendschutz von elternseite ist hier sehr wichtig

    einem 30-40 jährigen vorzuschreiben was er spielen darf und was nicht halte ich für einen eingriff in meine grundrechte