Internetzensur in der Schweiz 10


Ich halte die Schweiz für ein liberales und fortschrittliches Land. Doch auch dort gibt es Betonköpfe, die meinen, den Zugriff auf bestimmte Internetseiten zensieren zu müssen, wie es bereits in China, Nordkorea oder Nordrhein Westfalen passiert.
Der Aufhänger diesmal: Es gibt angeblich YouTube Clones, die pornografisches Material frei zugänglich machen. Solch schmutziges Zeug darf natürlich nicht in die Schweiz, also müssen Gesetze her:

»Sachen, die bei uns verboten sind, kommen trotzdem via Internet in die Schweiz. (…) Die Gesetze hinken den neuen Technologien hinterher (…) Anbieter wie Bluewin und Co. müssen den Zugang zu solchen Sites sperren.« (heute, 04.10.2006, Seite 28, Berner Ausgabe)

[via Yigg]


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10 Gedanken zu “Internetzensur in der Schweiz

  • riri

    Eine Zeitung fällt noch lange keinen Wald. Wenn nach Zensur gerufen wird, heisst das noch lange nicht, dass es auch so gehandbabt wird. Oder steht in der “20-Minuten-Zeitung” (Berner Ausgabe), dass dies ein Gesetz sei? War es überhaupt diese Zeitung? Quellenangabe wäre nicht schlecht?

    Gruß

  • Andi

    Schau doch in der Quelle nach, dort ist ein Link zur besagten Ausgabe (PDF) sowie auch der Hinweis, wer die Äusserungen gemacht hat etc.

    Gruss
    Andi

  • Thomas

    Solche Zensurversuche erscheinen doch eher lächerlich, weil man nie alles und jeden zensieren kann – es sei denn man schaltet das Netz ganz ab oder geht den umgekehrten Weg und lässt seine Bürger nur auf explizit genehmigten Seiten surfen. Ansonsten gilt eben, dass solche Zensurversuche eher Abwehrschlachten von überfordeten Rechtssystemen sind.

  • Gerald Mann

    @ Thomas,

    genau das sehe ich anders. Zensur war das Mittel der DDR gegen die Presse. Und genau das passiert jetzt mit dem Internet, es wir Zensiert, und zwar aktiv und passiv.

  • Nick

    So ein QUATCH wie will man den bitte sowas Zensieren? Müsse vorher ein gesetzt von der Juridikative verabschiedet werden.

  • seekXL

    @ Gerald Mann … sehe das so wie Du und denke auch, das das alles noch der Anfang ist.

    Man hat es mit der Forums Sache und Heise doch schon leicht zu spüren bekommen, wie man es sich trotz entgegensetzbarer Logik für Aufwand, Verhältnismässigkeit und Nutzen, als Richter in Deutschland vorstellt. Wer für was haften soll. Und was nicht handelbar ist, wird dann halt gleich verboten.

    Es geht doch nix über die grenzenlose Freiheit im Internet :)