TrackMeNot: Browser Plugin gegen die Suchschnüffler
Das Fiasko mit den AOL Suchlogs hat überdeutlich gezeigt, wie schnell sensible Daten, wenn sie erst einmal erfasst sind, ins Licht der Öffentlichkeit geraten. Weiss der Brin, was bei Google alles über mich protokolliert ist. Mit TrackMeNot gibt es nun eine Firefox Extension, die versucht, den Datensammlern bei den Suchmaschinen die Suppe zu versalzen. Im Hintergrund stellt der Plugin regelmässig zufällige Suchanfragen an MSN, AOL, Google oder Yahoo. In der jetzigen Version werden diese Anfragen aus einer statischen Liste erzeugt, was zu etwa 3 Millionen verschiedenen Suchanfragen führt. Wie die Entwickler auch schon einräumen zu wenig, um den grossen Datenschnüfflern ihre Arbeit ernsthaft zu vermiesen. Zukünftige Versionen sollen daher mit grösseren Suchbegriff Datenbanken, dynamischen Anfragen und Nutzerdefinierten Listen arbeiten.
Ein bischen verschwommen könnte der gläserne User mit dieser Extension vielleicht werden, ich persönlich halte mindestens Google aber für mächtig genug, solche Manipulationen zu erkennen und auszubügeln. Was, zum Beispiel, wenn auf den echten Serps der Mauszeiger getrackt wird, ähnlich wie in diesen Heatmaps? TrackMeNot müsste hier ein realistisches Benutzerverhalten auf der Ergebnisseite simulieren, um nicht aufzufallen.




August 23rd, 2006 at 7:49
JavaScript ausschalten. Die Extension NoScript macht es sehr leicht, JS (auch temporärer) nur für die Pages zu aktivieren, die es wirklich brauchen.