Cyworld probiert es auf amerikanisch
Was dem amerikanischen Teenager sein Wal-Mart MySpace, das ist dem koreanischen sein Cyworld. 90 Prozent aller Koreaner unter 30 Jahren, bzw. 25 Prozent der koreanischen Gesamtbevölkerung sollen laut Om Malik ein Zuhause in der Social Networking Plattform gefunden haben, in der man sich als konfigurierbarer 2D-Avatar präsentieren kann. Jetzt will sich Cyworld auch in westlichen Gewässern versuchen, und hat einen US Ableger gestartet.
Das Geschäftsmodell ist ungewöhnlich: Auf ihrer Profilseite (Minihompys) haben Cyworld Nutzer eigene Räume, die sie mit virtuellen Möbelstücken ganz nach ihrem Geschmack ausstaffieren dürfen. Doch diese Möbelstücke muss man, nachdem man die anfänglichen Credits aufgebraucht hat, bezahlen. Mit diesem Konzept, das ein wenig an Habbo Hotel erinnert, macht Cyworld immerhin 110 Millionen Dollar Jahresumsatz, bzw. 12 Millionen Dollar Gewinn. Marshall Kirkpatrick von TechCrunch glaubt nicht an einen Erfolg des amerikanischen Ablegers. Andererseits konnte auch Habbo Hotel letztes Jahr einen Umsatz von 30 Millionen US Dollar verbuchen. Ein deutschsprachiger Ableger könnte auch in Aussicht sein: Wie das CIO Weblog berichtet, hat T-Online Interesse an der Vermarktung einer europäischen Version.
Ich konnte es natürlich auch wieder nicht lassen, und habe mir eine eigene Minihompy eingerichtet. Sieht zumindest schicker aus als die Default MySpace Seiten.




August 8th, 2006 at 0:51
Vermarktet(e) TOI, äh, ich meine Deutsche Telekom AG, T-Com, Segment T-Online, nicht schon den deutschen HabboHotel Ableger?