Ein Link für Ulla
Das Bundesministerium für Gesundheit ist der Meinung, ich würde mit dem Setzen dieses Links automatisch ein Vertragspartner des Ministeriums. Schon kurios. Noch krasser: Man behauptet dort, mir das Recht auf diesen Link entziehen zu können. Wo bleibt denn da die freie Meinungsäusserung? Egal, ich will mir ja nichts zu schulden kommen lassen, und schicke daher brav eine Mail an info@bmg.bund.de:
Sehr geehrte Damen und Herren,
gemäß Ihrer Verlinkungsregeln setze ich sie hiermit in Kenntnis, dass ich Ihre Seite http://www.bmg.bund.de/cln_040/nn_600110/DE/Linking-Policy/linking-policy-node,param=.html__nnn=true von der URL http://blog.webmaster-homepage.de/item/1297 aus verlinkt habe. Die Natur des Mediums Weblog bringt es mit sich, dass der Link auch auf anderen Unterseiten von http://blog.webmaster-homepage.de, insbesondere Archivseiten, erscheint. Selbstverständlich dürfen auch Sie meine Seiten jederzeit von Ihrer Website aus verlinken.
Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Frütel
[Gefunden beim law blog via Basic Thinking]
Update 13.06., 11:56: Keine 12 Stunden später flatterte eine Antwort in meine Inbox. Mit einer so schnellen Reaktion hatte ich nicht gerechnet. Der Inhalt ist aber auch erheiternd:
[...] vielen Dank für Ihre Zuschrift, die ich gern an die zuständige Fachabteilung weiterleiten möchte. Um Ihnen baldmöglichst die gewünschte Antwort zukommen lassen zu können, benötige ich jedoch Ihre postalische Anschrift. Bitte ergänzen Sie daher den Vorgang mit Ihren Absenderangaben und senden ihn erneut komplett ab. [...]
Schon klar, mit so einem komplexen Vorgang wie dem Setzen eines Links sollte sich ein Fachmann auseinandersetzen. Ich hoffe, dass sich jetzt nicht die komplette IT Abteilung des Ministeriums mit meiner Mail beschäftigt. Vielleicht muss ja auch Ulla Schmidt persönlich meinen Link genehmigen. Meine Postanschrift habe ich der Mitarbeiterin zugeschickt, jedoch mit dem Hinweis, dass ich auch weiterhin lieber via E-Mail kommunizieren möchte, um Steuergelder zu schonen.






Juni 13th, 2006 at 12:11
Die sollten lieber mal Ihr Impressum überarbeiten…
http://www.bmg.bund.de/nn_5…
Impressum
Hier steht der Haupttext.
Adresse:
Bundesamtadresse
Musterstrasse 42
Postfach 1234
12345 Musterstadt
Deutschland
Kontakt:
Telefon: 1213-14151617
Fax: 1213-14151620
Mobil: 1111111111111
E-Mail: somebody@domain.example
Raum: 103
Webseite: ExternerLink1 – Titel
Zum Thema: weitere Informationen
Juni 13th, 2006 at 13:30
@ Thomas … LOL – da muss man doch schmunzeln drüber. Auf “mein-parteibuch.de” ging es am 6. Juni auch um das Thema Linksetzung und eventueller daraus resultierender Abmahnungen. Ich vertrete ja die Ansicht, das Links ein Bestandteil des Internets sind und man nicht grundfunktionelle Eigenschaften einer Sache plötzlich in Frage stellen kann, geschweige denn sich mit Abmahnungen daran zu bereichern.
Sowas die nic.de kennen die Jungs dort nicht oder? Anders kann man sich die Anfrage der postalischen Anschift ja nicht erklären. Ebenso hat wohl auch keiner auf deine Seite von denen geschaut, da ja die Kontaktinformationen klar ersichtlich sind.
Juni 13th, 2006 at 17:43
Irgendwo hatte ich doch irgendwann nooh eine Schreibmaschine… Ich werde das Schreiben schon mal vorbereiten. Da waren doch noch Adressaufkleber… Mist, die sind von der letzten Wohnung aus den Neunzigern…
Klar schicke ich Ulla gerne meine Adresse. Aber so richtig schön mit Umschlag. Ganz gerne auch mit vorfrankiertem Rückumschlag, wenn ich ein Autogramm bekomme
Juni 14th, 2006 at 10:52
Manueller Trackback: http://www.gruene-jugend.de…
Ministerium will Rechte im Internet einschränken
Das Gesundheitsministerium führt sich als Gesetzgeber auf und glaubt, eigenhändig neue Internet-Regeln einführen zu können: Wer einen Link auf die Webseite des Ministeriums setzen oder gar dessen Logo zeigen will, soll das nur mit Genehmigung dürfen. Wer – wie die GRÜNE JUGEND – gegen die Regeln verstößt, bekommt einen Rechtsstreit angedroht. Wir werden diesen Rechtsstreit ausfechten und die Rechte im Internet verteidigen. Inzwischen machen dutzende Blogs den Fall bekannt.
Juni 14th, 2006 at 14:21
Also irgendwie haben die doch das Ding ganz weit offen, auf dem sie sitzen.
Man sollte Politikern generell verbieten über Dinge zu renden, von denen sie nichts verstehen wie zum Beispiel die E-Mail Steuer (http://webtissimo.de/das-e-…).
… bloß dann würd’s ganz schön still werden *grübel*
Juni 15th, 2006 at 17:13
Mein Gott, hat Frau Schmidt sonst keine Probleme im Gesundheitswesen