Ist Smart Pricing gut für’s Web?
Eines der weniger transparenten Elemente von Adsense ist das sogenannte »Smart Pricing«. Google versucht hier mit dem Conversion Tracking von Adwords zu ermitteln, wie oft Klicks auf Adsense Anzeigen konvertieren, also für den Werbentreibenden zu einem Verkauf oder Lead führen. Liefert eine Site Klicks mit einer hohen Konversionsrate, so bekommt der Webmaster eine bessere Auszahlung pro Klick, als bei Sites die nur schlecht konvertieren.
Spannend wird es nun, wenn man berücksichtigt, dass dieses Smart Pricing sich auf den kompletten Adsense Account auswirkt. Somit kann eine einzige schlecht konvertierende Site einen ganzen Adsense Account herunterziehen (siehe hierzu auch One poorly converting site can “smart price” an entire AdSense account bei JenSense). Es kann also passieren, dass sich die Gesamteinnahmen eines Webmasters durch Adsense tatsächlich verschlechtern, wenn er die Anzeigen auf schlecht konvertierenden Sites einsetzt – die meisten »Made for Adsense« Spamseiten dürften wohl in diese Kategorie fallen.
Google schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen zahlen die Werbekunden weniger für »schlechte« Klicks, was langfristig den Ruf von Adsense verbessern dürfte. Weiterhin sind Webmaster dadurch motiviert, nicht nur klickstarke, sondern auch für den Werbetreibenden (also den Adwords Kunden) gewinnbringende Sites zu bauen – ergo weniger Spam in den Suchergebnissen und ein saubereres Web. Ob das so funktioniert?






November 13th, 2005 at 16:26
“die meisten »Made for Adsense« Spamseiten dürften wohl in diese Kategorie fallen.”
Das denkst du, aber dafür gibt es keinen logischen Grund. Im Gegenteil ist die Conversion solcher Art von Anzeigen besonders gut: Der Suchende kommt auf eine Seite, die ihm Werbung genau zu seiner Suchabfrage anbietet. Dass die Conversion besonders gut ist, wenn eine möglichst direkte Verbindung zwischen Suche und Werbebotschaft vorhanden ist, ist bekannt.
“Normale” Adsense-Ads dagegen sind “nur” kontextbezogen und haben in den meisten Fällen keinen Bezug zu Suchanfragen, die der jeweilige User formuliert hat.
November 13th, 2005 at 17:42
Ja, dass die Conversion Rate höher ist, wenn die Werbung zur Suche passt, ist plausibel.
Ich denke aber auch, dass auf solchen Sites viele Klicks nur deswegen entstehen, weil der Besucher einfach keinen sinnvollen Content findet, und es ausser der Werbung keinen ‘Ausgang’ mehr gibt. Diese Klicks werden dann nur selten zu einem Lead/Sale führen.
November 13th, 2005 at 18:04
Da schätzt du die Durchschnittsuser aber ein paar Nummern zu schlau ein.
Ziel solches Spams ist doch, die Werbung möglichst gut als Content zu tarnen, was auch sehr gut funktioniert. Außerdem ist es letztlich egal – wenn der User hinter dem Werbelink findet, was er sucht, ist er zufrieden und kauft.
September 5th, 2006 at 17:01
“Google versucht hier mit dem Conversion Tracking von Adwords zu ermitteln, wie oft Klicks auf Adsense Anzeigen konvertieren, also für den Werbentreibenden zu einem Verkauf oder Lead führen.”
Das halte ich grundsätzlich für ein Gerücht, daß Konversationsraten entscheident sind. Ich denke es gibt google-intern eine umfassenden Punkte-Katalog der das Ranking von Awords- als auch Adsense-Konten bestimmt. Dem jeweiligen Ranking entsprechend werden mehr oder minder gute Auszahlungen und Keyword-Buchungen gewährt, also entsprechend der Bonität der Kunden ein prozentualer “Gewinnverzicht” von GOOGLE.
Januar 19th, 2007 at 17:24
Warum es aber mit Smart-Pricing den gesamten Account erwischt ist mir schleierhaft. Letztlich bleibt dir dann nichts anderes übrig, als Adsense von dem wahrscheinlich noch neuen Projekten zu entfernen.
März 30th, 2010 at 11:45
[...] auf Seiten die mit dem selben Google Account betrieben werden. Wer mehr wissen will klickt >hier [...]