Designfehler bei Blogs
Interessant: Jacob Nielsen schreibt ueber Weblog Usability. Die seiner Meinung nach wichtigsten Designfehler sind die folgenden:
1. Kein »About me/us«
2. Kein Autorenfoto
3. Wenig aussagekräftige Artikelüberschriften wie zB »Das ist so«
4. Wenig aussagekräftige Links wie zB der Klassiker »hier«
5. Evergreen Artikel werden nicht prominent auf der Blogstartseite angezeigt
6. Nicht den Kalender als Navigationshilfe nutzen, sondern die Kategorien
7. Unregelmäßiges Schreiben
8. Keine Themenfokussierung (breite Themenpalette stößt Leser ab)
9. Wer schreibt der bleibt (denke an Deine Zukunft bei einem potenziellen Arbeitgeber)
10. Gehostete Blogadressen wie aol.com, typedad.com, blogspot.com etc sind nicht zu bevorzugen, um sich auf Dauer von dem Brand des Anbieters (Spam…) unabhängig zu machen
Ich bekenne mich in einigen Punkten definitiv schuldig. Ob man jetzt aber zum Beispiel einen Kalender als Navigationshilfe braucht, sei dahingestellt. Als hilfreiche Anregung fuer Verbesserungen kann man diese Liste durchaus sehen.
[via Blogbiz]






Oktober 20th, 2005 at 18:46
In Weblog steckt viel mehr Potenzial, als momentan noch vielfach vermutet wird.
Spannend wäre nicht nur eine zukunftsgewandte Diskussion von kreativen Möglichkeiten der Verbesserung, sondern auch differenziertere Betrachtung der Fehler samt möglicher Alternativen.
So wie Nielsen die Dinge veröffentlicht, dienen sie nur zur Eigen-PR. Schade.
Oktober 20th, 2005 at 18:56
Ich schaue eigentlich einfach die neuesten Beiträge an, wenn ich ein neues Blog sehe. Kategorien, (nicht) aussagekräftige Titel und Kalender sind mir egal. Wichtig ist für mich aber ein RSS-Feed, damit ich das Blog auch regelmäßig lesen kann. Und natürlich die Kommentar-Funktion
Oktober 20th, 2005 at 19:46
Man merkt, dass Jakob Geschäftsmann ist. Mit “The Web is not high school” fasst er zusammen, dass man nicht per Vornamen referenzieren soll. Ich finde das ist eine der angenehmen Seiten der Weblogs. Es geht nicht so steif zu.
Oktober 20th, 2005 at 19:48
Ich denke nicht das er eine Kalendar-Navigation voraussetzt, vielmehr will er darauf hinweisen das es ein Fehler ist, ausschliesslich die Kalendarnavigation zu nutzen, ohne eine Kategorieübersicht zu haben, da man so nur die neuesten Posts hat, man aber nicht schnell auf Kategorie-spezifische Artikel zurückgreifen kann.
Oktober 22nd, 2005 at 0:17
Ich finde diese Liste sehr unausgegoren und vor allem ärgerlich, da Jacob Nielsen versucht seine Vorstellung von Weblogs als Regeln für Usability zu formulieren. Die Weblogszene ist vielfältiger als Herr Nielsen sich das vorstellen will und hoffentlich lassen sich nicht zuviele in das Korsett seiner 10 Gebote zwängen.
Oktober 22nd, 2005 at 9:29
Na ja, jeder hat so seine eigene Liste von dos und donts. Vielen Bloggern auf twoday z.B. ist ihre Anonymität heilig (contra Punkt 1).
Was ich auch schon mal als Bloganleitung (ich meine mich zu entsinnen, das des öfteren gelesen zu haben) gesehen habe, ist die Anleitung, bei den vielbesuchten der Blogosphäre zu kommentieren, um selbst bekannt zu werden. Das finde ich auch bescheuert, für mich ist das eine Art Spam.
Ich denke, solche Anleitungen darf man nicht allzu ernst nehmen.
Oktober 24th, 2005 at 11:29
Kann mir jemand Punkt 9 erklären?
Oktober 24th, 2005 at 12:53
@Xeno: Nielsen rät, daran zu denken, dass alles, was man im Internet veröffentlicht, auch irgendwo archiviert werden wird. Wenn man in einigen Jahren ein Bewerbungsgespräch hat, könnte zutage kommen, was man heute in seinem Blog geschrieben hat. Egal, ob das Blog dann noch existiert oder nicht.