Webmaster Blog

Neue Facebook Pages

Eine Facebook Page, oft auch Fanpage genannt, entspricht heutzutage in etwa dem, was eine Homepage im Web der 90er Jahre war: Unternehmen, die Wert auf eine moderne Markenkommunikation legen, besitzen eine derartige Seite, auch wenn sich über die reine Präsenz hinaus oft kein konkreter Nutzen erkennen lässt. Auch unter Bloggern ist es mittlerweile üblich, eine Fanpage für’s eigene Blog zu betreiben. Dort werden die Artikel des Blogs zusätzlich veröffentlicht, und Stammleser können sich als Fans des Blogs outen. Natürlich hat auch das Webmaster Blog eine Facebook Page.
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Blogoptimierung Teil 1: Kategorien

Blogs optimierenIm Laufe der Jahre hat sich hier im Webmaster Blog einiges an Staub angesammelt – im Herbst hatte ich das Thema in meinem Artikel Erosion eines alternden Blogs schonmal angerissen. Und auch wenn die Besucherzahlen noch ganz passabel sind, muss ich den Tatsachen ins Auge sehen: Viele der täglichen Besucher finden von Google hier her, weil sie wissen wollen, wie sie die Startseite ihres Browsers einrichten können. Sie lesen den entsprechenden Artikel und kommen danach nie wieder.

Das ist aus zweierlei Gründen schade: Einerseits möchte ich natürlich gerne Stammbesucher haben, die regelmäßig meine Artikel lesen und diese auch mal verlinken oder auf Facebook und Twitter empfehlen. Zum anderen sind solche Gelegenheitsbesucher, wenn sie denn einen Großteil des Traffics ausmachen, langfristig schädlich für das Ranking in den Suchmaschinen. Google achtet bei der Bewertung einer Website immer mehr auf das Verhalten der Nutzer und eine hohe Bounce-Rate wird über kurz oder lang zu einer Rückstufung in den Suchergebnissen führen. Auch eine niedrige Anzahl wiederkehrender Benutzer dürfte als negatives Signal für die Qualität einer Website gewertet werden.
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Google Offers: Geht es Groupon an den Kragen?

Groupon, das Rabattportal, war einer der größten Web-Erfolge des letzten Jahres. Nachdem Groupon mehrere Mitbewerber, darunter den deutschen Clone CityDeal aufgekauft hatte, versuchte Google Anfang Dezember Groupon für sechs Milliarden Dollar zu übernehmen. Der Deal kam nicht zustande und Groupon bereitet derzeit einen Börsengang für 15 Milliarden Dollar vor.

Kannst Du Deinen Feind nicht besiegen, so verbünde Dich mit ihm.
Sun Tsu, Die Kunst des Krieges

Die Strategie des chinesischen Feldherren Sun Tsu scheint Google nun umkehren zu wollen. Nachdem das Verbünden in Form eines Übernahmeangebots fehlgeschlagen ist, will der Suchkonzern nun mit Google Offers ein eigenes Portal für Rabattgutscheine schaffen.
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Quora: Ein Facebook für Fragen

Eine Zeit lang habe ich den Buzz der letzten Tage ignoriert und Quora als Yet another Next Big Thing abgetan. Heute hat dann die Neugier gesiegt und ich habe auf Twitter nach einem Invite gefragt, den mir Alexander Kaiser freundlicherweise umgehend zuschickte. Die Anmeldung verlief nach dem mittlerweile typischen Schema »Einladung bekommen => registrieren => mit Twitter und Facebook Accounts verknüpfen«. Was ich dann zu sehen bekam, hat mich aber schon ein wenig aus den Socken gehauen: Wenn Facebook, Twitter und Yahoo! Answers ein Kind zusammen hätten, dann käme dabei wohl so etwas ähnliches wie Quora bei raus.

Beim Aufruf der Startseite wird ein Stream an Fragen präsentiert. Diese kommen von den eigenen Kontakten und aus Themenbereichen, die Quora scheinbar anhand des Facebook-Profils ermittelt. Verknüpft man seinen Account bei der Anmeldung mit Twitter und Facebook, so folgt man seinen dortigen Kontakten auch auf Quora, sofern diese bereits auf der Plattform aktiv sind. Bei mir sind das immerhin satte 109 Personen, so dass hier auch kein Mangel an Fragen vorherscht.
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Analyse eines Spamprojektes

Anno 2005 war ich der glückliche Besitzer eines selbst programmierten Webverzeichnisses, einer Art Mini-DMOZ. Dank suchmaschinenfreundlicher Gestaltung und einiger guter Backlinks wurde die Site von Google recht gut aufgenommen. Eines Tages kam ich auf die Idee, die Inhalte des Webkatalogs mit Suchergebnissen, die ich über die Yahoo-API bezog, anzureichern. Für jeden Suchbegriff gab es per Mod-Rewrite eine eigene URL und durch eine geschickte interne Verlinkung sorgte ich dafür, dass möglichst viele dieser Suchergebnisseiten indiziert wurden. Ein Nutzwert dieser Seiten für den Besucher, das gebe ich offen zu, war kaum gegeben.

Aus Gründen, die mir bis heute nicht klar sind, befand der Google Algorithmus dann irgendwann, dass meine Pseudo-Suchmaschine eine Autorität für Gedichte, Sprüche und Zitate sein müsse. Täglich kamen tausende von Besuchern über Begriffe wie »Gedicht zur Goldenen Hochzeit«, »Sprüche zum Jubiläum« oder »Spruch 50. Geburtstag«. Bei gut 25.000 täglichen Pageviews und offensiv platzierten Adsense-Anzeigen brachte mir das Projekt eine Zeitlang ein erfreuliches Zweiteinkommen ein. Bis ich dann eines Tages auf dem Radar der Quality-Rater gelandet bin, und Google meine kompletten Suchergebnisseiten aus dem Index kickte.

Das ist jetzt gut 5 Jahre her. Googles Ranking-Algorithmus wurde erheblich weiterentwickelt und mit einem derart billigen Konzept ist heutzutage kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Oder doch?

Die Sistrix-Toolbox weist unter den Gewinnern im Sichtbarkeitsindex diese Woche die URL germanwordsuggest.com aus. Mit einem Sichtbarkeitsindex von 36.20 liegt die Site in etwa auf einer Augenhöhe mit dem Presseportal DerWesten. Die Entwicklung der Sichtbarkeit verlief explosionsartig:

In der letzten Woche des Jahres 2010 konnte Germanwordsuggest für satte 1.098 Keywords aus dem Sistrix Index den ersten Platz bei Google belegen. Was bietet nun diese enorm erfolgreiche Website dem Besucher? Der Aufruf URL zeigt eine Startseite in schlechtem Deutsch, die mit einem kostenlosen HTML Template von Solucija realisiert wurde. Neben einigen abenteuerlichen Textabsätzen (»Instrumente der Forschung der Schluesselwoerter und Dienstleistung«) wird die Seite von einer riesigen Tagwolke willkürlich erscheinender Worte dominiert.
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Das tragische Ende von Delicious

DeliciousEs gibt wenige Dienste, die ich kontinuierlich über viele Jahre genutzt habe, wie den Bookmarking Service Delicious. Trotz, oder gerade wegen seines minimalistischen Designs war Delicious für mich immer ein Vorbild in Sachen Useability und Nützlichkeit. Satte 1368 Bookmarks habe ich seit März 2005 dort angelegt und so mancher Blogpost ist auf Grundlage eines Links entstanden, den ich beim Stöbern in den Popular Bookmarks aufgetan habe.

Im Dezember 2005 wurde das von Entwicklerlegende Joshua Schachter als del.icio.us ins Leben gerufene Portal von Yahoo übernommen. Doch das Missmanagement bei Yahoo wurde bald deutlich und gipfelte darin, dass im Oktober 2006 vier unterschiedliche Bookmarking-Dienste von Yahoo miteinander konkurrierten. Übrig geblieben sind bis heute die stark gebrandeten Yahoo Bookmarks und der Pionier Delicious.
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Operation Payback: Das Netz setzt sich zur Wehr

Im Web herrscht Krieg. Auf der einen Seite stehen Wikileaks und die Verfechter einer grenzenlosen Transparenz, auf der anderen die Regierungen dieser Welt und mächtige Konzerne. Ein ungleicher Kampf?

»Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik unter Einbeziehung anderer Mittel«

[Carl von Clausewitz]

AnonymousNachdem der Gründer Julian Assange unter fragwürdigen Umständen verhaftet wurde, und Wikileaks von verschiedenen Stellen in Sachen Hosting und Finanzierung der Boden unter den Füßen weggezogen wurde, breitet sich inzwischen die Wut der Wikileaks-Anhänger über den beteiligten Unternehmen aus. PayPal sieht sich auf seinen Facebook-Fanpages nach der Sperrung des Wikileaks Accounts einem Shitstorm ausgesetzt, wie es ihn seit dem BP-Fiasko nicht mehr gegeben hat. Die Schweizer Bank Post Finance, die ein Spendenkonto für Wikileaks eingefroren hatte, ist bereits gestern einem Denial-Of-Service Angriff erlegen. Heute morgen hat es dann einen weiteren Wikileaks-Abtrünnigen erwischt: Die Website von Mastercard war heute den ganzen Tag nicht oder nur schlecht erreichbar.
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Neue Facebook-Profile

Die Profilseiten, mit denen ein Nutzer sich Freunden und Kontakten präsentiert, sind so ziemlich das zentrale Element eines Social Networks wie Facebook. Insofern ist die Ankündigung, dass Facebook seine Profile einer größeren Modernisierung unterziehen will, durchaus eine Meldung wert. Hier nochmal ein letzter Blick auf mein altes Facebook-Profil:

Facebook will es seinen Usern laut dieser Ankündigung leichter machen, die eigene Geschichte zu erzählen und mehr über seine Freunde zu erfahren. Das erste, was auf so einem neuen Facebook-Profil zu sehen ist, ist daher eine stichpunktartige Biographie. Danach kommt eine Reihe von Bildern, in denen der Besitzer des Profils getagged wurde:


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Die Schlacht geht weiter: PayPal sperrt WikiLeaks Account

Wikileaks bläst derzeit ein harter Wind ins Gesicht. Nachdem zunächst Amazon das EC2 Hosting der umstrittenen Enthüllungsplattform terminiert und der DNS-Provider everydns.net die Wikileaks.org Domain vom Netz genommen hat, wurde nun der PayPal Accout für WikiLeaks-Spenden gesperrt. Dass der WikiLeaks Mitbegründer Julian Assange von Interpol wegen angeblicher Vergewaltigungsvorwürfen verfolgt wird, ist da nur eine Randnotiz.

Ich finde es erstaunlich, wie gut sich WikiLeaks, unter anderem durch die Unterstützung der Schweizer Piraten, in diesem ungleichen Kampf schlägt. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie schwer das Internet selbst für einflussreiche Mächte zu kontrollieren ist.
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Wikileaks: Mit Cloud Hosting gegen DOS-Angriffe

Interessante Neuigkeiten von Wikileaks: Nach der letzten Veröffentlichung sensibler US-Geheimdokumente sieht sich die Plattform einer erheblichen Belastung durch Denial Of Service Angriffe ausgesetzt – ein ägerlicher Umstand, dem viele Websites zum Opfer fallen, wenn sie einem mächtigen Gegner auf die Füße getreten sind.

Wie ReadWriteWeb jetzt mit Bezug auf die britische Zeitung Guardian berichtet, haben die Betreiber von Wikileaks ihr Webhosting nun auf Amazons EC2 Elastic Cloud Computing Plattform umgestellt, um diesen Attacken zu begegnen. Offensichtlich mit Erfolg, denn nach wenigen Stunden Downtime ist die kontroverse Website inzwischen wieder problemlos erreichbar.
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Wer schreibt hier?

Thomas FrütelThomas Frütel hat Informatik an der Uni-Dortmund studiert und ist seit sechs Jahren hauptberuflicher Web-Entwickler. Seit 2003 berichtet er im Webmaster Blog über aktuelle Entwicklungen im Internet, vor allem im Bereich SEO, Social Media und innovative Webplattformen.

Thomas ist begeisterter Kraftsportler und inoffizieller Träger des Titels Germany's Strongest Nerd.

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  • Sebastian B.: Hallo, interessanter Artikel, waren denn die Maßnahmen erfolgreich? zur Bounce Rate: Eine Bounce-Rate...
  • Marc Nemitz: Dabei ist es natürlich fraglich, ob es etwas anderes wäre, wenn FB jetzt zum Beispiel einen Server...
  • Maja: Es ist ja wohl absolut unmöglich eimem von der SPD ans Bein pinkeln zu wollen. Für soetwas sind die von der...
  • Elroy: Soviel ich weiss macht Google inzwischen die IP Adressen unkenntlich. Ich finde das Vorgehen gegen Facebook...
  • Haxim Murati: Danke für den Bericht. Ich glaube nicht, dass google+ sich zum Facebook Killer herausarbeiten wird. Da...


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